
Gerhard Priesemann (* 27. August 1925 in Hannover; † 15. Februar 2011 in Bordesholm) war ein deutscher Sprachwissenschaftler, Literaturwissenschaftler, Pädagoge und Dichter.
Priesemann wurde 1925 in Hannover als Sohn des Diakons Robert Priesemann (1893–1957) und Elisabeth Priesemann geboren. Sein Großvater mütterlicherseits war Johannes Evers (+1945), Pfarrer an der Jakobi-Kirche in Lübeck. Er machte 1943 Notabitur und war ab dem 1. Januar 1944 in der Ausbildung zum Marineoffizier in Flensburg-Mürwik. Bei Kriegsende war er Fähnrich zur See. Priesemann studierte Philosophie, Altphilologie und Germanistik und wurde 1950 mit einer Arbeit über Pindar bei Kurt Latte promoviert.
Seit 1953 war er Assessor am Amandus-Abendroth-Gymnasium in Cuxhaven. 1960 war er Studienrat in Lübeck (Ernestinenschule), ab 1964 dann am Max-Planck-Gymnasium in Göttingen. Ab 1967 lehrte er bis 1972 an der Technischen Universität Berlin und von 1972 bis 2000 an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, an der er zwischen 1984 und 1987 auch Vizepräsident und Prorektor war.
In seiner Lehrtätigkeit und seinen Veröffentlichungen beschäftigte er sich mit dem altsprachlichen Unterricht, der Unterrichtsforschung, Schultheorie und Mediendidaktik. Außerdem veröffentlichte er eine zweiteilige Autobiografie und mehrere Gedichtbände.
Ehefrau Christa Priesemann (* 1927, geb. Wiechmann), gemeinsam hatten sie vier Kinder:
Festschrift
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Priesemann, Gerhard |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Pädagoge und Dichter |
| GEBURTSDATUM | 27. August 1925 |
| GEBURTSORT | Hannover |
| STERBEDATUM | 15. Februar 2011 |
| STERBEORT | Bordesholm |