Danach arbeitet er wieder freischaffend, zuletzt in Kraatz. Wie sein Mentor Cremer war Rommel auch Grafiker. In den Sommermonaten widmete er sich in Norwegen der Aquarell- und Ölkreidemalerei.
Neben großformatigen Skulpturen gestaltete Rommel auch Medaillen, besonders Porträtmedaillen auf Malerpersönlichkeiten und Medaillen aus Meissener Porzellan. Es entstanden etwa 100 Malerbildnisse. Rommel gehörte zur Künstlergruppe Berliner Medailleure.
Rommel war bis 1990 Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR. Er hatte seit 1962 eine bedeutende Zahl von Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen, u. a. von 1962 bis 1988 an vier Deutschen Kunstausstellungen bzw. Kunstausstellung der DDR in Dresden. Mehrere von Rommel geschaffene Denkmäler wurden nach der deutschen Wiedervereinigung aus politischen Gründen entfernt.
Am 15. Dezember 2022 übergab seine Witwe Helga Rommel den künstlerischen Nachlass an das Regionalmuseum Oberhavel im Schloss Oranienburg als Schenkung. Der Nachlass besteht aus knapp 200 Skulpturen unterschiedlicher Größe, aus Menschen- und Tierdarstellungen, Torsi und Akten, aus Reliefs und Porträtplastiken in Bronze, Stein, Holz, Gips und Keramik, aus Medaillen, Zeichnungen, Lithographien und Malereien in Ölkreide. Einige Objekte sollen in die Dauerausstellung des Museums aufgenommen und einige Großplastiken im Schlosspark aufgestellt werden.
1968 Mutter mit Kind, Berlin-Buch (Inschrift: 1968/1984)
1969 Eselreiter, Rostock
1969 Gedenkstele für Anne Frank, Bronze, Höhe: 4,60 m; technische Ausführung Bildgießerei Seiler & Siebert, Schöneiche; Freigelände vor der Anne-Frank-Oberschule in Tessin (bei Rostock)
1970 Monument für die Bauarbeiter, Berlin Alexanderplatz
1234Karl-Heinz Weigelt, Sieglinde Weigelt:Medaillen aus Meissener Porzellan 1975 - 1979. Kurzbiographien der an der Gestaltung der Medaillen beteiligten Künstler. transpress VEB Verlag für Verkehrswesen, Berlin 1983, S.466f.
↑Hans Pölkow:Gerhard Rommel.September 1969,abgerufen am 3.Oktober 2024.
↑Ruth Pape, Erika Neumann (Bearbeitung): Bildende Kunst + Architek-tur. Katalog Teil 6, Ergänzung; Deutsche Bauakademie, Berlin, 1974, S. 128/129