Gerhard Schmidtchen

Gerhard Schmidtchen (* 17. Mai 1925 in Hamm; † 9. November 2022) war ein deutscher Soziologe, dessen Beiträge zur Sozialpsychologie und zur Religionssoziologie der christlichen Konfessionen besondere Beachtung fanden.

Leben

Schmidtchen legte 1944 sein Abitur am humanistischen Gymnasium Hammonense ab; Mitabiturient war der spätere Literaturwissenschaftler Karl Otto Conrady. Als Student war er von 1951 bis 1953 (gemeinsam mit seinem Freund Hermann Schweppenhäuser) als Stipendiat bei Theodor W. Adorno am Frankfurter Institut für Sozialforschung tätig. Er gehörte zum Team, das die „Gruppenstudie“ praktisch begleitete und dann auswertete. Nach dem Studium arbeitete Schmidtchen beim Institut für Demoskopie (IfD) in Allensbach. Von dort wurde er 1968 an der Universität Zürich zum außerordentlichen, 1970 ebendort zum ordentlichen Professor für Sozialpsychologie und Soziologie ernannt. Schmidtchen lehrte bis zu seiner Emeritierung 1990 als Ordinarius. 1990 erhielt Schmidtchen die theologische Ehrendoktorwürde des Evangelisch-Theologischen Fakultät Erlangen-Nürnberg. In der Zeit von 1990 bis 1992 lehrte Schmidtchen als Gastprofessor an der Universität Leipzig.

Schmidtchen war verheiratet mit der Bildungsforscherin und Gerontologin Barbara Fülgraff.

Schriften (Auswahl)

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Todesanzeige, NZZ, 15. November 2022, S. 10.
  2. ↑ Gerhard Schmidtchen, Überleitungstext vom Grunewald-Interview zu meiner Vorlesung (1989) über die Persönlichkeitstheorie in der „Negativen Dialektik“. In: Carsten Klingemann und Peter-Ulrich Merz-Benz, Jahrbuch für Soziologiegeschichte 2020. Springer VS, Wiesbaden 2020, ISBN 978-3-658-30781-3, S. 327.
Personendaten
NAME Schmidtchen, Gerhard
KURZBESCHREIBUNG deutscher Soziologe
GEBURTSDATUM 17. Mai 1925
GEBURTSORT Hamm
STERBEDATUM 9. November 2022