Gerhard Winter (* 10. November 1589 in Lübeck; † 17. März 1661 ebenda) war ein deutscher evangelisch-lutherischer Geistlicher, Hauptpastor der Lübecker Jakobikirche und Senior des Geistlichen Ministeriums.
Gerhard Winter war der Sohn des Schiffers Peter Winter. Er besuchte das Katharineum zu Lübeck und studierte an den Universitäten Rostock, Wittenberg und Tübingen. In Tübingen erlangte er den Magister-Grad. Von 1616 bis 1619 war er Rektor der Kieler Stadtschule.

1619 wurde er zum Prediger an der Marienkirche in Lübeck berufen. 1626 wechselte er als Hauptpastor an die Jakobikirche. Seine Amtszeit war geprägt von den Auswirkungen des Dreißigjährigen Krieges und dem Neubau der Turmspitze 1657/58. Seit 1653 war Gerhard Winter zugleich Senior des Lübecker Geistlichen Ministeriums und damit sowohl Gegenüber (als gewählter Vertreter der Pastorenschaft) als auch Stellvertreter des Superintendenten Menno Hanneken.
1661 starb er plötzlich „am Sonntage Oculi, Morgens Klocke 8 in seinem Beichtstuhl, wie er jetzt nach der Cantzel gehen wolte“.
An ihn erinnerte ein Epitaph an der Nordseite des ersten Südpfeilers. Es bestand aus seinem Bildnis und Lebensdaten sowie einem achtstrophigen deutschen Gedicht, war jedoch schon Anfang des 20. Jahrhunderts nicht mehr vorhanden.
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
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| Adam Helms | Senior des Geistlichen Ministeriums in Lübeck 1653–1661 | Daniel Lipstorf |
| Personendaten | |
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| NAME | Winter, Gerhard |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher evangelisch-lutherischer Geistlicher, Hauptpastor der Lübecker Jakobikirche und Senior des Geistlichen Ministeriums |
| GEBURTSDATUM | 10. November 1589 |
| GEBURTSORT | Lübeck |
| STERBEDATUM | 17. März 1661 |
| STERBEORT | Lübeck |