Gerhard Zwoch (* 26. September 1919 in Leipzig; † 6. Januar 1983 in Bonn) war ein deutscher Bibliothekar und Leiter der Bibliothek bzw. des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages.
Gerhard Zwoch war Soldat im Zweiten Weltkrieg und befand sich anschließend in Kriegsgefangenschaft. Nach seiner Entlassung studierte er an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel Geschichte, Germanistik, Philosophie und Pädagogik. Dort promovierte er 1951 zum Dr. phil. mit einer Dissertation über „Die Erfüllungs- und Verständigungspolitik der Weimarer Republik und die deutsche öffentliche Meinung“. Nach kurzer Tätigkeit als Volontär in der Bibliothek des Instituts für Weltwirtschaft der Universität Kiel begann Zwoch 1952 seine Tätigkeit in der Bibliothek des Deutschen Bundestages in Bonn. Zunächst war der dort für die Erwerbungs- und Benutzungsabteilung zuständig und führte das in der von ihm bekannten Bibliothek des Instituts für Weltwirtschaft benutzte Katalogsystem ein. Im Jahre 1964 wurde er dann Leiter der Parlamentsbibliothek und 1966 Ministerialrat. 1974 übernahm er als Ministerialdirigent die Leitung der Hauptabteilung „Wissenschaftliche Dienste“ des Deutschen Bundestages.
Im Jahre 1982 wurde Gerhard Zwoch mit dem Großen Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Zwoch, Gerhard |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Bibliothekar |
| GEBURTSDATUM | 26. September 1919 |
| GEBURTSORT | Leipzig |
| STERBEDATUM | 6. Januar 1983 |
| STERBEORT | Bonn |