
Gerhold K. Becker (* 22. Juli 1943 in Bad Salzschlirf, Hessen) ist ein deutscher Philosoph.
Gerhold K. Becker wuchs als ältester Sohn des Geigers Josef Becker und seiner Frau Agnes, geb. Goldbach, in Bad Salzschlirf auf. Nach dem Abitur am humanistischen Domgymnasium in Fulda studierte er Philosophie und Theologie an den Universitäten Frankfurt am Main, Heidelberg und München, u. a. bei Hans-Georg Gadamer, Dieter Henrich, Hermann Krings, Robert Spaemann, Michael Theunissen, Ernst Tugendhat und Heinrich Fries, Alois Grillmeier, Wolfhart Pannenberg, Karl Rahner, Trutz Rendtorff sowie Eugen Biser, bei dem er mit einer Arbeit über das Denken von Ernst Troeltsch summa cum laude promovierte. 1975 bis 1986 lehrte Becker als Wissenschaftlicher Assistent, später Akademischer Rat am Institut für Christliche Weltanschauung und Religionsphilosophie der Ludwig-Maximilians-Universität München. In dieser Zeit lernte er seine spätere Frau, die Musikwissenschaftlerin und Konzertpianistin Siglind Bruhn, kennen. Im Januar 1986 folgte Becker einem Ruf an das Department of Religion and Philosophy der späteren Hong Kong Baptist University. 1991 gründete Becker Hong Kongs (und Südostasiens) erstes Zentrum für angewandte Ethik, das er anschließend zehn Jahre lang leitete. 1992 wurde er als ordentliches Mitglied in die Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste gewählt. 1996 berief ihn die Hong Konger Regierung in den Rat für Reproduktionsmedizin; 2000 bis 2004 leitete er dessen Ethikkomitee. Von 2004 bis 2018 lehrte er als „ständiger Gastprofessor“ an der Graduiertenschule für Philosophie der Assumption University in Bangkok.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Becker, Gerhold K. |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Philosoph |
| GEBURTSDATUM | 22. Juli 1943 |
| GEBURTSORT | Bad Salzschlirf |