| Gettsdorf (Dorf) Ortschaft Katastralgemeinde Gettsdorf | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Hollabrunn (HL), Niederösterreich | |
| Gerichtsbezirk | Hollabrunn | |
| Pol. Gemeinde | Ziersdorf | |
| Koordinaten | 48° 33′ 12″ N, 15° 55′ 12″ O | |
| Höhe | 231 m ü. A. | |
| Einwohner der Ortschaft | 228 (1. Jän. 2026) | |
| Fläche d. KG | 2,39 km² (31. Dez. 2023) | |
| Postleitzahl | 3710 | |
| Vorwahl | +43/02956 | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 03891 | |
| Katastralgemeindenummer | 09111 | |
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS | ||
Gettsdorf (früher auch Götzdorf oder Gotzeinsdorf) ist eine Ortschaft und Katastralgemeinde der Marktgemeinde Ziersdorf im Bezirk Hollabrunn in Niederösterreich. Gettsdorf scheint zum ersten Mal im 14. Jahrhundert unter dem Namen Gotzeinsdorf auf und ist in seiner Geschichte sehr eng mit der Marktgemeinde Ravelsbach verbunden. Die Ortschaft hat 228 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026). Bis Ende 1965 war Gettsdorf eine eigenständige Gemeinde.
Gettsdorf liegt mit einer Fläche von rund 1,5 Quadratkilometern im westlichen Weinviertel in Niederösterreich und etwa zwei Kilometer nördlich von Ziersdorf. Direkt angrenzende Nachbarortschaften sind Hollenstein, Ziersdorf, Frauendorf und Minichhofen. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 124 Adressen.

Die ältesten Matriken beginnen nach dem Dreißigjährigen Krieg, wobei sich die meisten Nachrichten auf Pfarre und Kirche beziehen. Diese unterstand der Marktgemeinde Ravelsbach und hatte im Mittelalter eigene Vikare, von denen einer 1396 genannt wird. Der bekannteste Pfarrer war der Melker Anselm Steyrer, ein bekannter Mathematiker und Architekt, welcher viele Entwürfe für Kirchenbauten schuf. Nach seinem Entwurf wurde auch jetzige Pfarrkirche in Gettsdorf und der angrenzende Pfarrgarten ausgeführt. Zur Pfarre gehörten einst die Orte Hollenstein, Minichhofen, Wolfsbrunn, Fahndorf und Ziersdorf. Heute beschränkt sich die Pfarrzugehörigkeit nur noch auf Hollenstein und Minichhofen.
Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Gettsdorf ein Bäcker, zwei Binder, ein Gastwirt, zwei Gemischtwarenhändler, ein Landesproduktehändler, eine Mühle, ein Schmied, zwei Schuster, ein Tischler und mehrere Landwirte ansässig.
Bei der Regulierung der Bäche, namentlich des Ravelsbaches und der Schmida, wurden durch das ausführende Unternehmen, der Firma Johann Karner aus Mistelbach, ungarische Juden als Zwangsarbeiter eingesetzt.
Mit 1. Jänner 1966 hat sich Gettsdorf gemeinsam mit Hollenstein der Großgemeinde Ziersdorf angeschlossen.



Das offizielle Wappen von Gettsdorf wurde von Florian Hieß in seiner Funktion als Schriftführer (aktiv in dieser Position bis 2017) im Dorfernerungsforum im Jahr 2013 umgesetzt. Eine Bleistift-Skizze, welche von Helmut Hummel von den markanten Punkten des Ortes angefertigt wurde, diente als Vorlage für das Wappen. Seitdem wird das Wappen vom Dorferneuerungsforum, in der Feuerwehr und von Informationen des Ortsvorstehers verwendet.