

Würzsaucen oder Würzsoße (auch Würztunke oder Würzpaste) sind fließfähige oder pastenförmige Zubereitungen mit ausgeprägt würzendem Geschmack aus zerkleinerten und/oder flüssigen Zutaten. Sie zählen zu den kalten Saucen und werden wegen ihrer Abstammung aus der englischen bzw. aus der kolonialen asiatischen Küche auch englische Saucen genannt.
Verkehrsbezeichnungen der Würzsaucen erfolgen nach ihrer Art (beispielsweise Currysauce) oder nach dem Verwendungszweck (beispielsweise Grillsauce).
Bei der traditionellen Herstellung werden die Rohstoffe in Behältern angesetzt, wo sie einige Zeit auslaugen und reifen, bevor sie durchgekocht und abermals zum Auslaugen stehen gelassen werden. Nach dem Kochen werden Essenzen sowie alkoholhaltige Zusätze zugesetzt und die Saucen werden durch grobe und feine Metallsiebe bzw. Filter passiert. Inzwischen gibt es moderne Produktionsmethoden, deren Rezeptur vielfach als Betriebsgeheimnis gehütet wird. Für das heutige Sortiment an Würzsaucen werden Würzmittel wie Pilze, Gemüse oder ihre natürlichen Konzentrate verwendet. Für eine gute Qualität ist nach wie vor die Reifungszeit erforderlich. Würzsaucen werden nur sparsam gebraucht, sie werden daher in der Restaurantküche kaum frisch hergestellt, sondern industriell.
Im Harmonisierten System/Zolltarif wird die Definition erweitert auf:
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In Mesopotamien wurde etwa 1700 v. Chr. erstmals eine unfermentierte salzige Fischpaste namens Siqqu als Würzmittel beschrieben. Siqqu bestand aus in Salz mazerierten Fischen, Schalentieren oder Heuschrecken, die nur eine kurze Zeit mazeriert und nicht fermentiert wurden. Sie wurde zum Würzen in Eintöpfen verwendet, ähnlich wie später Garum in der Antike und das heutige Pissalat.