Ghadamsi

Das Ghadamsi ist die in der Oase Ghadames am westlichen Rand Libyens gesprochene Berbersprache. Der Ort heißt auf Berberisch ʕademəs und auf Arabisch ɣdāməs. Die berberische Eigenbezeichnung der Sprache lautet awal n-ʕademəs ‚Sprache von Ghadames‘. In europäischen Sprachen kann man sie als „Ghadamsi“ bezeichnen (nach dem arabischen Adjektiv für ‚zu Ghadames gehörig‘). Die Sprache weicht von den meisten anderen Berbersprachen stark ab und wird für besonders archaisch gehalten.

Lautsystem

Konsonanten

Im Ghadamsi gibt es folgende Konsonanten:

LabialeDentaleemphatische
Dentale
PalataleVelarePostvelarePharyngaleGlottale
stimmlose Plosivetṭkq
stimmhafte Plosivebdḍǵg
stimmlose Frikativefs(ṣ)š(x)(ḥ)(h)
stimmhafte Frikativeβzẓ(ž)ɣʕ
Nasalemn

Dazu kommen r, l, w, y. Gelegentlich kommen auch andere emphatische Laute vor wie ḷ oder ṛ.

Die eingeklammerten Laute sind eher selten und kommen vor allem in arabischen Fremdwörtern vor.

Im Vergleich zu anderen Berbersprachen fällt auf:

Vokale

Für Vokale ist dasselbe Vokalsystem wie für das Tuareg anzusetzen, nämlich ein System von sieben Vokalen bestehend aus fünf Vollvokalen (a, e, i, o, u), die etwa mittellang zu sprechen sind, und zwei reduzierten Vokalen (ə, ă), die demgegenüber kürzer zu sprechen sind. Dies ist die Umschrift durch M. Kossmann, während in der Dokumentation von Lanfry ein älteres Umschriftsystem verwendet wird.

Das Ghadamsi geht hier mit dem Tuareg zusammen und unterscheidet sich von den meisten anderen Berbersprachen, die das urberberische Vokalsystem stärker reduziert haben.

Akzent

Der Wortakzent ist in der Dokumentation nur inkonsequent notiert und kann hier nicht berücksichtigt werden. Wahrscheinlich kann er auf eine der beiden letzten Silben des Wortes fallen. Der Akzent ist mindestens in einigen Fällen offenbar distinktiv (siehe unten im Abschnitt Lokativ). Ein näherungsweises Minimalpaar ist auch áẓiḍ ‚Hahn‘ gegenüber aẓéḍ ‚Esel‘.

Personalpronomen

Die Personalpronomina des Ghadamsi sind stärker differenziert als die des Deutschen und unterscheiden das Genus in der 2. und 3. Person im Singular und Plural.

selbständigSuffixPossessivsuffixAkkusativsuffixDativsuffix
1. sg. „ich“năšš-i-ənnuk-i-i
2. sg. mask. „du“šăǵǵ-ək-ənnăk-šək-ak
2. sg. fem. „du“šămm-əm-ənnăm-kăm-am
3. sg. mask. „er“nitto-əs-ənnăs-t-as
3. sg. fem. „sie“nittat-əs-ənnăs-tăt-as
1. pl. „wir“năkkănen-năʕ-ənnanăʕ-anăʕ-anăʕ
2. pl. mask. „ihr“šəkwen-wən-ənnawən-kum-awən
2. pl. fem. „ihr“šəkmaten-əkmăt-ənnăkmăt-kmăt-akmăt
3. pl. mask. „sie“əntănen-săn-ənnasăn-tăn-asăn
3. pl. fem. „sie“əntnaten-əsnăt-ənnăsnăt-tənăt-asnăt

Die kurzen Suffixe werden nach Präpositionen verwendet.

Substantiv

Genus

Wie andere Berbersprachen besitzt das Ghadamsi die zwei grammatischen Genera Maskulinum und Femininum. Feminine Substantive beginnen fast immer mit einem Präfix t- und enden meist auch auf -t (das auslautende -t kann nach Stamm auf Vokal fehlen).

Numerus

Das Ghadamsi unterscheidet die Numeri Singular und Plural. Die Pluralbildung ist ziemlich unregelmäßig.

Ein Großteil der maskulinen Substantive beginnt mit a-, die femininen Substantive entsprechend mit ta-. Das a-Präfix kann man als Singularzeichen auffassen. Im Plural entfällt es in der Regel (fallweise tritt, wo die Aussprache es erfordert, ein ə- ein). Die gängigsten Pluralendungen sind -ăn für Maskulina und -en für Feminina, wobei -en die Endung -t des Feminin Singulars ersetzt. Das gängige Schema ist also folgendes:

SingularPlural
maskulina--ăn
femininta-tt-en

Beispiele:

Seltener lautet das Singularpräfix o-. Auch dieses entfällt im Plural:

Ziemlich häufig sind aber auch Substantive, deren Präfix sich nicht ändert. In einem Teil der Wörter ist das a- stabil und bleibt im Plural erhalten. Wenn der Singular mit e-, i-, u- oder Konsonant beginnt, bleibt dieser Anlaut immer im Plural erhalten:

Wenn der Stamm auf Vokal endet, kann die normale Pluralendung nur schlecht angefügt werden. Im folgenden Beispiel verschmilzt ein -e des Stammes mit dem -en der Pluralendung:

Häufiger aber finden wir in diesem Fall eine Pluralendung -an (nur bei Maskulina):

Die Endung -an ist auch bei einigen Substantiven mit konsonantischem Stammauslaut zu finden:

Oder zwischen Stammauslaut und Pluralendung wird ein -w- eingeschoben:

Bei manchen Substantiven wird -awăn, -ewăn oder -iwăn als Pluralendung gebraucht:

Sehr häufig und zugleich schwierig sind ablautende Plurale. Der üblichste Ablauttypus besteht darin, dass im Plural die letzte Stammsilbe den Vokal -a- (oder -o-) erhält:

Meistens entfällt in diesem Fall die Pluralendung:

Wahrscheinlich gehören hierher auch die folgenden Beispiele ohne Endung, in denen schon der Singular ein -a- / -o- enthält und daher kein Ablaut sichtbar wird:

Ein anderer Typ von Ablaut kombiniert eine ə-Vokalisierung des Stammes mit der Pluralendung -an:

Einige Beispiele für sonstige Ablauttypen:

Gelegentlich ist im Plural das Verschwinden eines -k- zu beobachten:

Einige Substantive zeigen im Plural eine Konsonantenverdopplung:

Folgende Wörter bilden ihren Plural von einem ganz anderen Stamm:

Substantive arabischen Ursprungs können gelegentlich ihre arabische Pluralbildung behalten:

Schließlich gibt es die Option, den Plural einfach durch Voranstellung eines Präfixes ənd- vor den Singular zu bilden. Dies ist nicht selten und wird typischerweise bei Substantiven angewendet, die eine ungewöhnliche Form haben (kein normales Präfix) oder entlehnt sind:

Sonderform nach Präpositionen

Eine Entsprechung zu unseren Kasus gibt es im Ghadamsi kaum. Allerdings können Pluralformen (und nur diese) nach Präpositionen ihre Form, genauer ihren Anlaut verändern. Die Veränderung besteht in der Hinzufügung eines Präfixes i-. Dies ist nur nach der Genitivpräposition n wirklich obligatorisch. Beispiele:

Demonstrativsuffixe

An das Substantiv kann man Demonstrativsuffixe anfügen, die mit dem Substantiv im Numerus kongruieren:

SingularPlural
„dieser (nah)“-o-i
„jener (fern)“-ănn-inn
„dieser (genannte)“-e-id

Beispiele:

Die Suffixe -e und -id kommen sehr häufig vor und nähern sich in der Funktion unserem bestimmten Artikel.

Possession

Die Genitivkonstruktion des Ghadamsi hat die Struktur Possessum – Präposition n – Possessor:

Die Verbindung von hal mit folgendem Genitiv (des Plurals oder Singulars) drückt unser „viel“ aus:

Der pronominale Possessor wird durch die oben genannten Possessivsuffixe ausgedrückt:

Hat das Possessum eine Pluralendung -ăn, so kann es optional zu einer Verschleifung kommen:

Einige wenige Verwandtschaftsbezeichnungen bilden besondere Formen mit verkürzten Suffixen, wobei diejenige mit Possessor der 1.sg. besonders unregelmäßig ist:

Verb

Personalaffixe

Das Verb wird mit Prä- und Suffixen konjugiert, die das grammatische Subjekt bezeichnen. Die Affixe sind im Prinzip für alle Verben und die meisten Tempora die gleichen. Nur das Futur hat die Besonderheit, dass im Singular keine Suffixe verwendet werden.

Je nach Tempus steht vor dem Stamm entweder ă oder ə (bzw. gar kein Vokal). Das Präfix der 3. Sg. mask. lautet im ersteren Fall y- (also yă-), im letzteren Fall i-.

Die folgende Tabelle zeigt die Personalaffixe sowie beispielhaft ihre Anwendung in drei Tempora des Verbs für „säen“:

Affixe„säen“,
Aorist
„säen“,
Präteritum
„säen“,
Futur
1.sg.-ăʕăkrəzăʕəkrăzăʕd əkrăz
2.sg.t-əttăkrəzəttəkrăzətət təkrăz
3.sg.mask.y/i-yăkrəzikrăz(ə)d ikrăz
3.sg.fem.t-tăkrəztəkrăzət təkrăz
1.pl.n-năkrəznəkrăzən nəkrăz
2.pl.mask.t-ămtăkrəzămtəkrăzămət təkrăzăm
2.pl.fem.t-măttăkrəzmăttəkrăzmătət təkrăzmăt
3.pl.mask.-ănăkrəzănəkrăzănd əkrăzăn
3.pl.fem.-nătăkrəznătəkrăznătd əkrăznăt

Die Formen des Durativs sind analog, z. B. 1.sg. kărrăzăʕ, 2.sg. təkărrăzət, 3.sg. mask. ikărrăz, 1.pl. nkărrăz.

Tempora

Die wichtigsten Tempora des Verbs sind die folgenden:

Stammformen: Verben mit Aoriststamm auf ă-

Hier wird die Bildung der oben genannten Tempora vorgeführt. Alle Formen werden in der 3. Pers. sg. mask., also mit dem Präfix y-/i-, zitiert.

Eine sehr verbreitete Gruppe von Verben hat drei Stammkonsonanten, wobei der Stamm im Präteritum und Futur identisch ist, mit einem Konsonanten beginnt und den Vokal -ă- enthält. Der Aorist enthält kein -ă- im Innern, aber ein ă- am Anfang des Stammes. Der Durativ verdoppelt den mittleren Konsonanten:

AoristPräteritumFuturDurativDurativ 2
bratenyăknəfiknăfd iknăfikănnăfikənnəf
grabenyăβrəkiβrăkd iβrăkiβărrăk
säen, Land bearbeitenyăkrəzikrăzd ikrăzikărrăzikərrəz
sich erinnernyăktətiktătd iktătikăttăt
stehenyăβdədiβdădd iβdădiβăddăd
suchenyăftəkiftăkd iftăkifăttăk
tragenyătkəlitkăld itkălităkkăl

Bei Verben dieses Typs wird diejenige Stammsilbe betont, die das -ă- enthält, also: yắknəf „und er brät(Aor.)“, iknắf „er briet“, əknắfăʕ „ich briet“, d iknắf „er wird braten“.

Wenn die ersten beiden Konsonanten identisch sind, kann es im Durativ keine weitere Verdopplung geben, und der Durativ wird stattdessen mit einem Präfix tt- gebildet:

AoristPräteritumFuturDurativDurativ 2
aufstehenyăkkərikkărd ikkărittăkkărittəkkər
hinuntergehenyăǧǧəziǧǧăzd iǧǧăzittăǧǧăz
lebenyăddəriddărd iddărittăddăr
wissenyăssənissănd issănittăssăn

Eine Gruppe von Verben mit nur zwei Konsonanten bildet den Durativ entweder durch Verdopplung des ersten Konsonanten, dem dann der Vokal -a- folgt, oder wiederum mit dem Präfix tt-:

AoristPräteritumFuturDurativDurativ 2
geltenyăẓəliẓăld iẓălittəẓəl
mahlenyăẓəḍiẓăḍd iẓăḍiẓẓaḍ
weggehenyăfəlifăld ifăliffal
werfenyăǧəriǧărd iǧăriǧǧariǧǧir

Eine andere Gruppe von Verben hat an Stelle des ersten Konsonanten einen konstanten Vokal o-. Auch diese bilden den Durativ auf tt-:

AoristPräteritumFuturDurativDurativ 2
bauenyosəkyosăkd yosăkittosăk
faltenyoḍəβyoḍăβd yoḍăβittoḍăβ
helfenyoləlyolăld yolălittolăl
schreibenyorəβyorăβd yorăβittorăβittirəβ

Dann gibt es eine Gruppe von Verben mit variablem Anfangsvokal. Im Aorist ist dieser a-, was man als eine Dehnung von ă- betrachten könnte, im Präteritum und Futur steht u-, der Durativ lautet auf tta-:

AoristPräteritumFuturDurativDurativ 2
eintretenyatəfyutăfd yutăfittatăfittitəf
erzeugenyarəwyurăwd yurăwittarăw
schickenyazənyuzănd yuzănittazăn

Im Zusammenhang mit bestimmten Konsonanten entstehen lautliche Besonderheiten. Wenn der erste Konsonant r, l, (fallweise:) n, ɣ, x, ʕ oder ḥ ist, so beginnt nicht nur der Stamm des Präteritums, sondern auch der des Aorists und des Futurs mit ă-, es heißt also z. B. yăxdăm „er arbeitete“ statt *ixdăm.

AoristPräteritumFuturDurativDurativ 2
arbeitenyăxdəmyăxdămd yăxdămixăddăm
verleihenyărḍəlyărḍăld yărḍălirăṭṭăl
zählenyăḥsəbyăḥsăbd yăḥsăbiḥăssăb

Wenn der letzte Konsonant ʕ ist, klingt in seiner Nachbarschaft ein eigentlich zu erwartender Vokal ə wie ă:

AoristPräteritumFuturDurativDurativ 2
hinausgehenyăffăʕiffăʕd iffăʕittăffăʕ
kaufenyăsăʕisăʕd isăʕissaʕ
nehmenyaβăʕyuβăʕd yuβăʕittaβăʕ

Ist der letzte oder vorletzte Konsonant y, so wird die Verbindung əy/yə als i und die Verbindung ăy/yă als e realisiert:

AoristPräteritumFuturDurativDurativ 2Wurzel
erschreckenyăddiidded iddeittăddeittəddid-d-y
hinaufgehenyăniyăned yăneinnay ~ ittăneinniy ~ ittənin-y
versteckenyăkifikefd ikefittăkefk-y-f
wach seinyăzǧiizǧed izǧeizăǧǧeizəǧǧiz-ǧ-y

Schließlich noch Verben mit verschiedenen Besonderheiten:

AoristPräteritumFuturDurativDurativ 2Kommentar
ankommenyawəḍiwăḍd iwăḍittawăḍwie der Typ yatəf „eintreten“, aber mit -w- statt *-uw-
schlagenyăwətiwătd iwătikkotunregelmäßiger Durativ
sehenyălləmillămd illămizăllămDas Verb ist regelmäßig, wenn man annimmt, dass der Stamm z-l-m ist und -zl- in direktem Kontakt zu -ll- assimiliert wird.

Stammformen: Verben mit Präteritalstamm auf ă-

Die bisher behandelten Verben hatten im Aoriststamm ein anlautendes ă-. Es gibt eine andere Gruppe von Verben, bei denen nicht der Aorist, sondern das Präteritum mit ă- anlautet. Der Futurstamm ist in diesem Fall mit dem Aoriststamm identisch. Hierher gehören alle Verben mit mehr als drei Konsonanten. Diese bilden ihren Durativ meist auf tt-:

AoristPräteritumFuturDurativDurativ 2
blind seinilləḍhəsyălləḍhăsd illəḍhəsittələḍhəs
schlafeninəddəmyănəddămd inəddəmittənəddăm
sprechenisməǧǧiyăsməǧǧed ismăǧǧeismăǧǧeisməǧǧi
träumeniββərǧyăββərǧd iββərǧittəβərǧ
zitternikkərkəryăkkərkărd ikkərkərittəkərkər

Weiter gehören hierher eine Reihe von Verben, die im Stamminnern einen Vokal -a-, -i- oder -u- haben. Dieser kann entweder in allen Tempora stabil bleiben oder aber variieren (Präteritum -u-, sonst -a-; oder Präteritum -e-, sonst -i-):

AoristPräteritumFuturDurativDurativ 2
betenimudyămudd imudittəmudittəmud
Durst habeniffadyăffudd iffadittəfadittəfad
Hunger habenillaẓyălluẓd illaẓittəlaẓ
sich freueniruǧyăruǧd iruǧittəruǧ
tanzenidizyădezd idizittədiz
trocken seiniqqaryăqqurd iqqarittəɣarittəɣar
überreif seinifaxyăfaxd ifaxittəfax

Personalpräfixe im Durativ auf tt-

Bei den Durativformen auf tt- sind folgende Besonderheiten der Konjugation zu beachten:

Also zum Beispiel: tăkkărăʕ „ich stehe auf“, əttăkkărət „du stehst auf“, ittăkkăr „er steht auf“, təttăkkăr „sie steht auf“, əttăkkărăm „ihr steht auf“, tăkkărăn „sie stehen auf“.

Verben mit variablem Auslautvokal

Zahlreiche geläufige Verben haben einen variablen Auslautvokal, der innerhalb der Personalkonjugation variiert. Der wichtigste Typ davon, der nur von Verben mit Aoriststamm auf ă- vorkommt, zeigt folgende Distribution:

Weiter ist bei diesen Verben zu beachten, dass das Futur im Singular, anders als bei normalen Verben, Personalendungen verwendet.

Hier die wichtigsten Formen des Verbs für „hören“:

AoristPräteritumFuturDurativDurativ 2
1.sg.ăslăʕəsleʕd əslăʕsăllăʕ
2.sg.tăsləttəsletət təsləttəsăllət
3.sg.mask.yăslislod islisăll
3.sg.fem.tăsltəsloət təsltəsăll
1.pl.năslnəsloən nəslnəsăll
2.pl.mask.tăslimtəslomət təslomtəsăllom
3.pl.mask.ăslinəslond əslonsăllon

Unter anderem gehören folgende Verben in diese Gruppe:

AoristPräteritumFuturDurativDurativ 2
haben-ilo---
hörenyăslislod islisăll
lachenyăḍsiḍsod iḍsiḍăss
lieben, wollenyăβriβrod iβriβărr

Und ebenso mit der oben erwähnten Besonderheit wegen des ersten Konsonanten:

AoristPräteritumFuturDurativDurativ 2
bringenyăbbyăbbod yăbbittăbăbb
lesenyăʕryăʕrod iʕăriʕărr
sich kleidenyălsyălsod yălsilăss
tötenyănnyănnod yănninăqq
zurückgebenyărryărrod yărrittărr

Sowie folgende Verben mit unregelmäßigem Durativ:

AoristPräteritumFuturDurativDurativ 2
essenyăššiššod iššittătt
gebenyăkfikfod ikfiβăkkiβəkk
lassenyăǧǧiǧǧod iǧǧittăǧǧ
trinkenyăswiswod iswisăss
tun; setzen,
stellen, legen
yăǧ
(3.pl. ăǧin)
iǧo
(3.pl. ǧon)
d iǧ
(3.pl. d əǧon)
ittăǧǧittəǧǧ

Dann gibt es Verben, die zusätzlich einen variablen Anfangsvokal aufweisen:

AoristPräteritumFuturDurativDurativ 2
findenyafyufod yufittaf
öffnenyaryurod yurittarittir

Eine Reihe von Verben mit Präteritalstamm auf ă- zeigen Formen mit einer ähnlichen Distribution, und zwar:

Dies betrifft etwa:

AoristPräteritumFuturDurativDurativ 2
bleiben,
sich setzen
iqqim
(3.pl. əqqimin)
yăqqim
(3.pl. ăqqimon)
d iqqim
(3.pl. d əqqimon)
ittəɣim
(3.pl. təɣimon)
bleibenitumm
(3.pl. tummin)
yătumm
(3.pl. ătummon)
?ittətumm
schweigeniffəss
(3.pl. əffəssin)
yăffəss
(3.pl. ăffəsson)
d iffăss
(3.pl. əffăsson)
ittăfăss
(3.pl. tăfăsson)
ittəfəss
verkaufenizzənz
(3.pl. zzənzin)
yăzzənz
(3.pl. ăzzənzon)
d izzənz
(3.pl. d əzzənzon)
izzənz
(3.pl. zzənzon)
sich versteckenikənn
(3.pl. kənnin)
yăkənn
(3.pl. ăkənnon)
d ikənn
(3.pl. d kənnon)
ittəkənn
(3.pl. təkənnon)

Ein dritter Konjugationstyp mit variablem Auslautvokal, der ebenfalls nur von Verben mit Präteritalstamm auf ă- vorkommt, zeigt folgende Distribution:

Auch diese Verben verwenden Personalendungen im Singular des Futurs.

Als Beispiel die wichtigsten Formen des Verbs für „zustimmen“:

AoristPräteritumFuturDurativ
1.sg.ərḍuʕărḍeʕd ərḍuʕrəṭṭuʕ
2.sg.tərḍuttărḍetət tərḍuttrəṭṭut
3.sg.mask.irḍuyărḍad irḍuirəṭṭu
3.sg.fem.tərḍutărḍaət tərḍutərəṭṭu
1.pl.nərḍunărḍaən nərḍunərəṭṭu
2.pl.mask.tərḍumtărḍamət tərḍumtərəṭṭum
3.pl.mask.ərḍunărḍand ərḍunrəṭṭun

Ebenso flektieren etwa:

AoristPräteritumFuturDurativDurativ 2
beginnenibduyăbdad ibduibəddu
denken, meinenilmuyălmad ilmuiləmmu
fallenyuḍuyuḍad yuḍuittuḍu
singeniɣənnuyăɣənnad iɣənnuittəɣənnu
vergessenittuyăttad ittuittəttu
zustimmenirḍuyărḍad irḍuirəṭṭuirăṭṭu

Unregelmäßige Verben

Schließlich sind einige Verben zu erwähnen, die sich in keine der bisher genannten Gruppen einfügen lassen:

AoristPräteritumFuturDurativDurativ 2Kommentar
existieren, seinili
(3.pl. ilin)
illa
(3.pl. əllan)
d ili
(3.pl. d ilin)
ittili
(3.pl. tilin)
unregelmäßiger Wechsel -ili- (Aorist) vs. -lla- (Präteritum)
fülleniṭkur
(3.pl. əṭkurăn)
iṭkar
(3.pl. əṭkarăn)
d iṭkur
(3.pl. d əṭkurăn)
iḍəkkuriḍəkkurungewöhnliches Vokalisationsschema
gehenyawas
(1.sg. awiʕas,
3.pl. awinas)
iwas
(1.sg. weʕas,
3.pl. wenas)
d iwas
(1.sg. d weʕas,
3.pl. d wenas)
ittawas
(1.sg. taweʕas,
3.pl. tawenas)
ittiwasalle Formen beinhalten ein Suffix -as;
ungewöhnlicher Vokalablaut
sagenyăn
(3.pl. ănin)
inna
(3.pl. ənnan)
d yăn
(3.pl. d ănin)
iqqar
(3.pl. əqqaron)
iqqirähnlich wie „existieren“; Durativ von einem anderen Stamm gebildet
sterbenyămmət
(3.pl. ămmətăn)
yămmut
(3.pl. ămmutăn)
d immăt
(3.pl. d əmmătăn)
ittămăttăt
(3.pl. tămăttătăn)
Vokalisationsschema und Durativ ungewöhnlich
um Rat fragenyăšawărišiwərd išawărittăšawărungewöhnliches Vokalisationsschema

Nebenformen der 1. Person Plural

Neben der normalen Personalform der 1. Pers. Pl. mit einem Präfix n- gibt es zwei erweiterte Formen, die zusätzlich ein Suffix -ăt (maskulin) bzw. -măt (feminin) aufweisen. Bei Verben mit variablem Auslautvokal steht derselbe Auslautvokal wie in der 2. und 3. Person Plural. Also:

Die erweiterten Formen verwendet man dann, wenn mehrere angesprochene Personen explizit eingebunden werden, also das „wir“ für „ich + ihr“ steht. Das Genus bezieht sich dabei auf die angesprochenen Personen. Folglich verwendet zum Beispiel ein Mann, der zu mehreren Frauen spricht, die Form auf -măt: „wir (= ich + ihr Frauen)“.

Imperativ

Es gibt einen einfachen und einen durativen Imperativ. Der einfache Imperativ (Singular) besteht aus dem Aoriststamm ohne Personalaffixe:

Einen Plural bildet man mittels der Endungen -ăt (maskulin) bzw. -măt (feminin):

Verben mit variablem Auslautvokal zeigen vor der Pluralendung einen Vokal, und zwar immer entweder -o oder -u (nicht -a oder -i):

Unregelmäßige Imperative sind:

Den durativen Imperativ bildet man mit dem Stamm des Durativ 2. Er drückt einen nicht nur momentan, sondern generell gültigen Befehl aus. Der durative Imperativ ist nicht von allen Verben gebräuchlich. Beispiele:

Hier können dieselben Pluralendungen angefügt werden:

Optativ

Der Optativ ist eine Wunschform, die nur in der 1. und 3. Person gebräuchlich ist, weil für die 2. Person der Imperativ eintritt. Er besteht aus dem Aorist + einem Suffix (n)et + ggf. dem Personalsuffix der 1.Pers.sg. (kein Suffix in der 3.Pers.pl.!). Beispiel:

1.sg. „ich möge säen“ăkrəz(n)etăʕ
3.sg.mask. „er möge säen“yăkrəznet
3.sg.fem. „sie möge säen“tăkrəznet
1.pl. „wir mögen säen“năkrəz(n)et
3.pl. „sie mögen säen“ăkrəznet

Ein variabler Auslautvokal ist derselbe wie in den Pluralformen des Aorists:

Auch ein vom Stamm des Durativ 2 gebildeter durativer Optativ kommt vor:

Partizip

Das Ghadamsi besitzt ein sogenanntes Partizip, das mit Hilfe folgender Affixe vom Präteritalstamm, vom Durativstamm oder vom Futur gebildet werden kann:

mask. sg.i-ăn
fem. sg.t-ăt
plural-nin

Dabei gibt es allerdings eine Tendenz, die Form des mask.sg. als Einheitsform für alle Genera und Numeri zu verwenden.

Beispiele:

Bei Verben mit variablem Auslautvokal wird das -ă- der Partizipendung vom Auslautvokal absorbiert:

Adjektiv

Adjektive werden im Ghadamsi ähnlich wie Verben konjugiert, zeigen aber einige Besonderheiten. Zunächst einige Stammformen:

AoristPräteritumFuturDurativ
klein sein/werdenimtit
(3.pl. mtităn)
măttit
(pl. măttitit)
d imtit
(3.pl. d imtităn)
ittəmtit
groß sein/werdenimqormăqqord imqorittəmqor
lang sein/werdenizzəǧrətzəǧrutd izzəǧrətittəzəǧrət
schwarz sein/werdenisḍəfsăṭṭăfd isḍəfittəsḍəf
weiß sein/werdenimləlmălləl
(pl. măllulit)
d imləlittəmləl

Das Präteritum solcher Wörter hat spezielle Personalaffixe, die nur aus Suffixen bestehen. Als Beispiel das Präteritum von „klein werden/sein“:

Affixe„klein“
1.sg.-ăʕmăttităʕ
2.sg.-ətmăttitət
3.sg.mask.-măttit
3.sg.fem.-ătmăttităt
ganzer Plural-itmăttitit

Das Präteritum ist diejenige Form, die normalerweise die Entsprechung prädikativer Adjektive im Deutschen bildet:

Wenn solche Adjektive als Attribut verwendet werden, so müssen sie die Form des Partizips annehmen. Dieses hat nur Suffixe, aber keine Präfixe wie normale Verben:

Das Attribut steht hinter dem Substantiv:

Das Wort für „ein anderer“ verwendet nicht das komplette Formeninventar anderer Adjektive/Adjektivverben, hat aber Formen, die sich ebenfalls als Partizipialformen auffassen lassen:

Beispiel:

Lokativ

Eine Lokativendung -i drückt den Ort oder die Richtung aus:

In manchen Fällen wird kein -i angefügt, sondern der Vokal der letzten Silbe umgefärbt. Dies betrifft besonders ă, aber manchmal auch a, die zu e umgefärbt werden:

Endet das Substantiv auf einen Vokal, so wird in manchen Fällen die Endung -i mittels eines Übergangslautes -y- angefügt:

In anderen Fällen ist kein angefügtes -i sichtbar, jedoch verlagert sich der Wortakzent auf den Endvokal:

In der Kombination mit Possessivsuffixen ergeben sich spezielle Formen:

Bei einer Genitivverbindung erscheint das Lokativsuffix ganz am Ende:

Das Lokativsuffix ist nicht mit Demonstrativsuffixen kompatibel. In diesem Fall wird das Lokativsuffix durch eines der Wörtchen da „hier“ oder den „dort“ ersetzt:

Präpositionen

Eine Auswahl gängiger Präpositionen:

Hinter Präpositionen können Substantive oder Personalsuffixe stehen. Manche Präpositionen zeigen vor Personalsuffixen keine Besonderheiten:

Einige Präpositionen haben aber vor Suffix einen anderen Stamm:

Die Präposition i kann mit dem Lokativ kombiniert werden, um die Richtung auszudrücken. Die Präposition s muss (in beiden Bedeutungen) mit dem Lokativ kombiniert werden:

Negation

Die Negation erfolgt je nach Tempus auf unterschiedliche Weise.

Präteritum

Das Präteritum wird normalerweise durch ak negiert:

Bei den meisten Verben kommt aber noch eine Veränderung der Verbalform hinzu. Es wird nämlich ein -ă- der letzten Stammsilbe bei Negation immer zu -e-:

Des Weiteren wird auch auslautendes -a und -o zu -e:

Als Alternative steht die Negation awas zur Verfügung, nach der die normale Präteritalform gebraucht wird:

Durativ

Den Durativ negiert man mit der Formel ad + Durativ + ənte:

Futur

Als negiertes Futur stehen mehrere Alternativen zur Verfügung:

(1) ak + Durativ 2:

(2) ak da + Futur:

(3) awas + Durativ:

Imperativ

Den Imperativ negiert man durch wăl gefolgt vom Stamm des Durativs:

Partizip

Das negierte Partizip wird wie folgt gebildet. Als Negation verwendet man wăl. An dieser hängt das Suffix, das normalerweise am Partizip zu erwarten wäre. Das Verb erhält das Präfix des Partizips, jedoch nicht das Suffix. Steht es im Präteritum, so erfährt es denselben Vokalumlaut wie Verben im Präteritum. Beispiele:

Nichtverbalsatz

Nichtverbalsätze können wie der Durativ mit ad … ənte negiert werden:

Objektsuffixe

Akkusativisch

Das pronominale Objekt wird durch Suffixe ausgedrückt, die oben im Abschnitt „Personalpronomen“ aufgeführt sind und normalerweise am Verb hängen. Beispiele:

Besonderheiten ergeben sich dann, wenn das Suffix direkt einem Verbalstamm eines solchen Verbs folgt, das einen variablen Auslautvokal des Typs Ø~i (Aorist) / e~o (Präteritum) aufweist. Folgt das Suffix einem solchen Verb im Aorist oder Imperativ, so erscheint ein zusätzliches -t-, d. h. aus -t „ihn“ wird -(ə)tt, aus -tăt „sie(fem.)“ wird -(ə)ttăt, aus -tăn „sie(pl.)“ wird -(ə)ttăn, aus -kăm „dich(fem.)“ wird -(ə)tkăm. Unverändert bleiben allerdings die Suffixe -i „mich“ und -anăʕ „uns“. Beispiele:

Der Stamm solcher Verben geht im Präteritum im absoluten Auslaut normalerweise auf -o aus. Bei Anfügung eines Objektsuffixes wird das -o- durch -e- ersetzt, und es folgt wiederum die genannte Form mit zusätzlichem -t-. Aus -t „ihn“ wird demnach -ett, aus -tăt „sie(fem.)“ wird -ettăt, aus -tăn „sie(pl.)“ wird -ettăn, aus -kăm „dich(fem.)“ wird -etkăm. In der ersten Person heißt es auch hier wieder nur -i „mich“ und -anăʕ „uns“. Beispiele:

Dativisch

Die Suffixe für das Dativobjekt werden ebenfalls normalerweise dem Verb angehängt:

Wenn das Verb vokalisch auslautet, wird – abhängig von der Verbalklasse – entweder der Auslautvokal ausgestoßen oder ein Gleitlaut -y- eingefügt:

Das Dativsuffix steht vor dem Akkusativsuffix:

Lautliche Besonderheiten

Die Personalendung -t der 2. Pers. sg. wird zwischen Vokalen zu -d-:

Die Personalendung -ʕ der 1. Pers. sg. kann vor Konsonant stimmlos werden, also zu ḥ:

Zwischen Vokalen treten noch weitergehende Assimilationen ein, nämlich -ʕt- > -ḥḥ-, -kt- > -kk-, -bt- > -pp-, -st- > -ss-:

Voranstellung

In folgenden Situationen hängen die (akkusativischen und dativischen) Objektsuffixe nicht am Verb, sondern gehen ihm voran:

Generell beim Verb im Futur. In diesem Fall entfällt die Futurpartikel d- meist:

Bei Vorhandensein von Negationen und bestimmten anderen Elementen werden Objektsuffixe enklitisch an diese angehängt:

Hierher gehören auch relativisch gebrauchte Pronomina wie ke „was“:

ke-m tăssəlmăd ma-yim
was-dir lehrte Mutter-dein
„was deine Mutter dich lehrte“

Syntax

Wortstellung

Die Wortstellung ist relativ variabel. Sowohl Subjekt-Verb-Objekt als auch Verb-Subjekt-Objekt kommen häufig vor.

Modalverben

Nach Modalverben steht gerne das Futur:

βreʕ d weʕas
ich-will FUTUR ich-werde-gehen
„ich will gehen“

βreʕ əkmăt ăbbăʕ
ich-will euch ich-werde-bringen
„ich will euch hinbringen“

iβro d yuβăʕ talta
er-will FUTUR er-wird-nehmen Frau
„er will eine Frau nehmen (heiraten)“

Fragesätze

Satzfragen werden durch eine Partikel na hinter dem Verb oder am Satzende markiert:

ak tănəddemət na
nicht schliefst FRAGE
„schläfst du nicht?“ (formal Präteritum)

Bei Wortfragen steht das Fragewort wie im Deutschen am Satzanfang:

anno wo
wer dies
„wer ist das?“

din təlla toness-e
wo ist Schlüssel-ART
„wo ist der Schlüssel?“

ke ttăǧət da
was tust hier
„was tust du hier?“

ke d əǧăʕ
was FUTUR ich-werde-tun
„was soll ich tun?“

Wortschatz

Einige Elemente aus dem Grundwortschatz. Verben sind in der 3. Pers. sg. mask. des Aorists zitiert:

Augeawăll
dreikarăḍ
einsyon
essenyăšš
Frautalta
fünfsəmməs
gebenyăkf
gehenyawas
großimqor
gutʕažib
Handofəs
hörenyăsl
Mannwăǧǧid
Mundame
Nameism
sagenyăn
sehenyălləm
vieraqqoz
Wasseraman
wissenyăssən
zweisən

Zahlzeichen

Das Ghadamsi wird nicht geschrieben, auch nicht mit der für die verwandte Tuareg-Sprache gebräuchlichen Tifinagh-Schrift. Bemerkenswerterweise verfügen die Ghadamsi aber über eigene Zahlzeichen. Für diese wurde bisher keine Unicode-Kodierung vorgesehen.

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10◯
15>◯
20◯◯
50ⵒ
100ɤ
500ⴴ
1000ⴵ

Literatur

Durch die Publikationen von Lanfry ist die ältere, lautlich weniger genaue Arbeit von de Motylinski überholt.

Anmerkungen

  1. ↑ M. Kossmann, Artikel Berber. In: Z. Frajzyngier, E. Shay (Hrsg.): The Afroasiatic languages. 2012, S. 28.
  2. ↑ Lanfry schreibt e statt ă, ị statt e, ụ statt o. Er versieht die Vollvokale (a, ị, i, ụ, u) manchmal mit Längenmarkierungen, aber in unsystematischer Weise.
  3. ↑ Siehe Lanfry (1973: 414).
  4. ↑ Ganz selten auch als yə- dokumentiert, was nur eine Notationsvariante ist.
  5. ↑ Lanfry (1968: 325). Dies ist eine der wenigen klaren Aussagen zur Betonung in Lanfrys Dokumentation.
  6. ↑ Dieses Verb hat zusätzlich ă- im Präteritum und Futur wegen des n-.
  7. ↑ Dieses Verb wird nur im Präteritum verwendet.
  8. ↑ Zu erwarten wäre yănɣ etc., doch findet eine Assimilation statt.
  9. ↑ Lanfry (1968: 378), Lanfry (1973: 275), Vycichl (1952).