Giovanni Maria Ruggieri (auch: Ruggeri) (* 1665 in Verona; † um 1725) war ein italienischer Komponist des Barock, der in Venedig wirkte.
Über Ruggieris Leben gibt es nur spärliche Informationen. Auf dem Deckblatt seines Cara non lacrimar wird er als „Citadino Veronese“ erwähnt, andererseits wird 1707 in einem anderen Dokument aus dem Staatsarchiv Venedigs erwähnt, dass die Familie von Ruggieris Vater aus Ancona stamme. Im Vorwort zu seinen ersten Sonaten Opus 1 bezeichnete er sich 1689 noch als „Dilettant“, also als ein nicht beruflich tätiger Musiker. Die Sonaten Opus 1 und Opus 3 unterscheiden sich durch einen großen Reifesprung Ruggieris. Ab etwa 1700 wurde Ruggieri zu einer festen Größe im Opernleben Venedigs. 1715 wurde Ruggieri als Kapellmeister in Pesaro erwähnt. Heute ist Ruggieri vor allem bekannt, weil Antonio Vivaldi sein Gloria RV Anh.23 und Anh.24, mit der Cum sancto spiritu Fuge von Ruggieri enden lässt. Es ist dokumentiert, dass Ruggieri 1725 als Revisor von Vivaldis Oper L’inganno trionfante in amore tätig war.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Ruggieri, Giovanni Maria |
| ALTERNATIVNAMEN | Ruggeri, Giovanni Maria |
| KURZBESCHREIBUNG | italienischer Komponist des Barock |
| GEBURTSDATUM | 1665 |
| GEBURTSORT | Verona |
| STERBEDATUM | um 1725 |