Gisela Rudolf-Salzmann wuchs in Zuchwil auf und lebte erst in Rumisberg, seit 2005 in Solothurn. Mit zwanzig Jahren gewann sie an einem Schreibwettbewerb eine Schiffsreise. Nach dem Handelsdiplom machte sie eine Ausbildung zur Journalistin und absolvierte Sprachaufenthalte in den USA, Frankreich und Italien. Während 20 Jahren schrieb sie als Redaktorin für die Solothurner Zeitung, jahrelang als einzige Frau im Team. Seit 1994 ist sie als freie Schriftstellerin tätig. «Gisela Rudolf schreibt mit journalistischem Flair, oft mit ätzender Ironie und trockenem Humor und in prägnanten, kurzen Sätzen» schrieb das Bieler Tagblatt über ihren Roman-Erstling Seine Wohnung in Florenz.
Mehrere ihrer Kurzgeschichten erschienen in Anthologien. Zum Schreiben zieht sie sich in ihre Zweitwohnung und Büro in Berlin und manchmal nach Zermatt zurück. Sie ist mit Urs Rudolf verheiratet und wurde mit 39 Jahren Mutter eines Sohnes. Philosophie und Religion sind ihre liebsten Gesprächsthemen.
An dem Roman Das Leben der Eltern ist das Buch, in dem die Kinder lesen hat sie vier Jahre lang gearbeitet. Er beruht auf ihren Kindheitserinnerungen und wurde von der SonntagsZeitung zum charmantesten Familienroman des Jahres 2010 gewählt.
Preise
2005: Anerkennungspreis Literatur des Kantons Solothurn
Schriften
Seine Wohnung in Florenz. Roman. Zytglogge-Verlag, Gümligen 1983, ISBN 3-7296-0164-4
Ein schmaler Streifen Zeit. Roman. Zytglogge-Verlag, Gümligen 1985, ISBN 3-7296-0208-X
Martina Fiklocki: Schreibende Frauen in der Schweiz. Ropress, Zürich 1984, Seite 51.
Schriftstellerinnen und Schriftsteller der Gegenwart. Sauerländer, Aarau 1988, ISBN 3-7941-2933-4, S. 211.
Religion und Apfelküchlein. Eine Frau schildert das Leiden an der (katholischen) Kirche und ihr Mündigwerden. In: Der Bund, Band 141, Nummer 34, 10. Februar 1990 (e-newspaperarchives.ch).
An der Zeitenwende. In: Walliser Bote, 21. Oktober 2010.
Mit den Augen der Tochter. Gisela Rudolf. Die Solothurner Autorin stellt ihre neues Buch an den Literaturtagen vor. In: Grenchner Tagblatt, 15. Mai 2010.
Lesung in Naters. Gisela Rudolf-Salzmann. In: Walliser Bote, 22. Mai 2013.
↑Sven Boedecker:Im Buckelwal durch die Üsserschwiz. Eine Kindheit in der Nachkriegszeit: Gisela Rudolf hat den charmantesten Schweizer Roman des Frühjahrs geschrieben. In: SonntagsZeitung. 9.Mai 2010.
↑Kulturschaffende werden geehrt. In: Solothurner Zeitung. 18.November 2005.