Gitta Lindemann (geb. 11. April 1939 in Dresden; gest. 24. Oktober 2026) war eine deutsche Journalistin, Autorin und Lyrikerin.
Lindemann wurde von ihrem Stiefvater zur literarischen Beschäftigung ermutigt und studierte später in Leipzig Journalistik. Mit ihrem Ehemann, dem Schriftsteller Werner Lindemann, hatte sie zwei Kinder: Till Lindemann und dessen jüngere Schwester Saskia.
1968 zog die Familie nach Drispeth bei Schwerin, und Lindemann pendelte mit den beiden Kindern, während sie beim Radio der DDR in Neubrandenburg arbeitete. Zu dieser Zeit pflegte sie Kontakt zu zahlreichen Literatinnen und Literaten der DDR, etwa zu Christa und Gerhard Wolf, Helga Schubert, Daniela Dahn und Joochen Laabs.
Nach der Wende fiel das Haus der Familie, das diese in verfallenem Zustand übernommen und viele Jahre renoviert hatte, nach dem Prinzip „Rückgabe vor Entschädigung“ wieder an die ursprünglichen Besitzer. Auch wurden die Werke ihres Mannes, der 1993 verstarb, nicht mehr verlegt, was die Familie zusätzlich stark belastete. Gitta Lindemann wurde im selben Jahr Kulturchefin beim NDR Mecklenburg-Vorpommern und gründete die Sendung Literatur-Café. Ihre Erinnerung an die Zeit nach der Wende und den Tod ihres Mannes verarbeitete sie später in ihrem 2023 erschienenen Buch Meine Fensterplätze. Das Haus der Familie erwarb Till Lindemann später zurück.
2002 ging Lindemann in den Ruhestand. Ihre letzten Lebensjahre verbrachte sie in einem kleinen Dorf in Nordwestmecklenburg und war weiter als Autorin aktiv. Im Frühjahr 2026 stellte sie auf der Leipziger Buchmesse ihren Gedichtband Lautlos vor.
| Personendaten | |
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| NAME | Lindemann, Gitta |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Journalistin, Autorin und Lyrikerin |
| GEBURTSDATUM | 11. April 1939 |
| GEBURTSORT | Dresden |
| STERBEDATUM | 24. Oktober 2026 |