Giulio Gianini

Giulio Gianini (* 9. Februar 1927 in Rom; † 16. Mai 2009 ebenda) war ein italienischer Filmregisseur und Kameramann.

Leben

Gianini studierte Bühnenbild an der Kunstakademie in Rom. Nach Ende des Studiums wandte er sich zunächst der Fotografie zu und zeichnete Cartoons für Zeitungen. In den 1950er-Jahren kam Gianini zum Film und arbeitete als Kameramann bei verschiedenen Spiel- und Dokumentarfilmen mit, darunter 1953 Café chantant von Camillo Mastrocinque und 1962 Pirat der sieben Meere unter der Regie von Rudolph Maté und Primo Zeglio. Ab 1957 arbeitete Gianini mit Emanuele Luzzati an mehreren Kurzanimationsfilmen. Luzzati erhielt für ihren Kurzanimationsfilm La gazza ladra nach einer Komposition von Rossini 1966 eine Oscarnominierung; Gianini und Luzzatti wurden als Produzenten für Pulcinella beide 1974 für einen Oscar nominiert.

In Zusammenarbeit mit Kinderbuchautor Leo Lionni entstanden in den 1970er- und 1980er-Jahren fünf Animationsfilme nach Werken des Autors. Gianini war 1978 Gründer der Animationsabteilung des Centro Sperimentale du Cinematographia in Rom, wo er selbst bis 1999 lehrte. Gianini verstarb 2009 nach langer Krankheit in seiner Geburtsstadt Rom.

Filmografie (Auswahl)

Auszeichnungen

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Vgl. awardsdatabase.oscars.org (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive)
  2. ↑ Vgl. michaelspornanimation
Personendaten
NAME Gianini, Giulio
KURZBESCHREIBUNG italienischer Filmregisseur und Kameramann
GEBURTSDATUM 9. Februar 1927
GEBURTSORT Rom
STERBEDATUM 16. Mai 2009
STERBEORT Rom