Gonionida

Garymunida

Gonionida compacta

Systematik
Ordnung: Zehnfußkrebse (Decapoda)
Unterordnung: Pleocyemata
Teilordnung: Mittelkrebse (Anomura)
Überfamilie: Galatheoidea
Familie: Munididae
Gattung: Garymunida
Wissenschaftlicher Name
Garymunida
Macpherson & Baba in Machordom, Ahyong, Andreakis, Baba, Buckley, Garcia-Jimenez, McCallum, Rodríguez-Flores & Macpherson, 2022

Gonionida ist eine Gattung der Mittelkrebse mit über 60 rezenten Arten. Sie kommen im Indischen Ozean und Pazifik vor. Der Gattungsname ist von altgriechisch γωνία gōnia, deutsch ‚Winkel, Ecke‘ abgeleitet und nimmt auf die Gestalt des vierten Sterniten Bezug.

Merkmale

Die Seitenränder des Carapax sind gerade oder leicht konvex, die Rückenseite weist deutliche Querstreifen mit nicht-irisierenden Borsten auf. Das Paar epigastrischer Dornen liegt unmittelbar hinter den Augenstielen und wird von weiteren Dornen flankiert, protogastrische Dornen fehlen. Der seitliche Kiemenrand ist mit fünf Dornen bewehrt. Die Pterygostom-Falte ist unbewehrt und von oben nicht sichtbar. Das Rostrum (mittiger Stirnfortsatz) ist stachelartig, selten seitlich zusammengedrückt. Es wird von den Überaugendornen flankiert, zwischen beiden verläuft eine flache Längsrinne. Das Epistom weist einen Kamm auf, der vom Mundrand ausgeht und seitlich bis zur Öffnung der Antennendrüse reicht. Die hinteren Platten des Telsons sind etwa so lang wie breit.

Das thorakale Sternum ist etwas breiter als lang und im Bereich des siebten Sterniten am breitesten. Der dritte Sternit ist etwa drei- bis viermal so breit wie lang und so breit. Der vierte Sternit ist dreieckig und vorn schmal. Die Seitenteile der hinteren Sterniten sind ohne Kiel. Die Augenstiele sind frei beweglich, die Cornea (Abschnitt mit den Facettenaugen) ist erweitert. Das erste Antennulenglied ist mittellang und schlank, etwa doppelt so lang wie breit und mit zwei Dornen am Ende und zwei Dornen an der Seite bewehrt, wobei der innenseitige mehr als halb so lang wie der außenseitige ist. Das erste Antennenglied ist nicht mit dem Epistom verschmolzen und trägt innenseitig einen deutlichen Dorn, der das Ende des zweiten Glieds erreicht oder überragt. Das zweite Antennenglied ist innen- und außenseitig am Ende mit einem Dorn bewehrt, die Antennengeißel ist relativ lang. Der dritte Maxilliped ist schlank, sein Ischium verlängert und der Merus mit mehr als einem Dorn am Beugerand bewehrt. Die Finger der Scherenbeine sind kürzer als die Hand. Die Schreitbeine (Pereiopoden 2 bis 4) sind relativ schlank und stachlig. Der Beugerand der Endglieder ist mit einer Reihe borstenartiger Dornen besetzt, die jeweils von einem sehr niedrigen Fortsatz entspringen. Der Merus des letzten Schreitbeins (P4) ist kurz, nur etwa halb so lang wie der des ersten Schreitbeins. Erstes und zweites Gonopodium sind ausgebildet.

Die Gattung ähnelt am ehesten der mit ihr am engsten verwandten Gattung Trapezionida. Sie unterscheidet sich von dieser in der Gestalt des vierten Sterniten und in der Länge des letzten Schreitbeins.

Systematik

Die Gattung umfasst folgende rezente Arten:

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Einzelnachweise

  1. 1 2 Gonionida Macpherson & Baba in Machordom, Ahyong, Andreakis, Baba, Buckley, Garcia-Jimenez, McCallum, Rodríguez-Flores & Macpherson, 2022. In: World Register of Marine Species. Abgerufen am 19. September 2026 (englisch).
  2. 1 2 3 4 Annie Machordom et al.: Deconstructing the crustacean squat lobster genus Munida to reconstruct the evolutionary history and systematics of the family Munididae (Decapoda, Anomura, Galatheoidea). In: Invertebrate Systematics. Band 36, 10, S. 929–970, hier S. 956, doi:10.1071/is22013 (englisch).