Gostner Hoftheater

Gostner Hoftheater
Lage
Adresse: Austraße 70
Stadt: Nürnberg
Koordinaten: 49° 27′ 0″ N, 11° 3′ 0″ OKoordinaten: 49° 27′ 0″ N, 11° 3′ 0″ O
Architektur und Geschichte
Eröffnet: 1979
Zuschauer: 82 Plätze
Internetpräsenz:
Website: www.gostner.de

Das Gostner Hoftheater ist ein Privattheater im Nürnberger Stadtteil Gostenhof. Es wurde 1979 gegründet und durch den Verein Gostner Hoftheater e. V. betrieben. Es werden überwiegend Stücke junger, zeitgenössischer Autoren, aber auch moderne Bearbeitungen von Klassikern gezeigt. Das Gostner wurde in einer umgebauten Spielzeugfabrik als „Theater um die Ecke“ eröffnet. Bereits ein Jahrzehnt später konnte die ursprünglich als Werkstatttheater konzipierte Bühne eigene Produktionen mit professionellen Schauspielern und Regisseuren präsentieren. Inzwischen hat es sich neben dem Staatstheater Nürnberg als zweites wichtiges Theater in Nürnbergs Kulturlandschaft etabliert.

Spielstätten

Das ursprüngliche Haus in der Austraße 70 bietet Platz für 82 Besucher. Die Theaterkneipe LOFT im Souterrain des Gostner Hoftheaters bietet Musik-, Kabarett- und Leseabende und präsentiert Kunstausstellungen begleitend zu den Gostner-Eigenproduktionen.

Der Hubertussaal in der Dianastraße 28 in Nürnberg-Gibitzenhof mit Jugendstilambiente hat eine Kapazität von 250–300 Zuschauern und ist seit 1998 Außenspielstätte des Gostner Hoftheaters. Dort werden Großproduktionen sowie ausgewählte Gastspiele und Konzerte geboten.

Jugendtheater

Einen Programmschwerpunkt bildet das Jugendtheater. Im Zweijahres-Turnus veranstaltet das Gostner Hoftheater seit 2001 das Jugendtheaterfestival licht.blicke., das hochkarätige Aufführungen für ein junges Publikum präsentiert. Der KulturRucksack des Gostner Hoftheaters gibt Mittelschülern aus sozial benachteiligten Stadtteilen die Möglichkeit, in einem Schuljahr vier verschiedene Kultureinrichtungen und vier vertiefende pädagogische Workshops fast zum Null-Tarif zu besuchen. Im Gostner-Theaterjugendclub erarbeiten junge Menschen ab 14 Jahren unter pädagogischer Leitung ein Stück, welches am Ende des Schuljahres vor Publikum aufgeführt wird. Außerdem beschäftigen sich Jugendliche im Rahmen der Peer Group mit den Hintergründen und Arbeitsprozessen hinter den Kulissen eines Theaters. Das Angebot wird durch den theatertherapeutischen Soul-Club abgerundet, in dem junge Menschen mit Hilfe von theaterpädagogischen und verhaltenstherapeutischen Techniken Selbstvertrauen entwickeln und ihre Kreativität entfalten können.

Eigenproduktionen

Auszeichnungen

Einzelnachweise

  1. ↑ Charlotte Bühl: Gostner Hoftheater. In: Michael Diefenbacher, Rudolf Endres (Hrsg.): Stadtlexikon Nürnberg. 2., verbesserte Auflage. W. Tümmels Verlag, Nürnberg 2000, ISBN 3-921590-69-8, S. 373 (Gesamtausgabe online).