Gottleuba

Gottleuba
Die Gottleuba in Berggießhübel
Die Gottleuba in Berggießhübel
Daten
Gewässerkennzahl DE: 53714
Lage in Tschechien, Deutschland
Flusssystem Elbe
Abfluss über Elbe → Nordsee
Quelle im böhmischen Teil des Osterzgebirges, nahe Krásný Les (Schönwald)
50° 47′ 6″ N, 13° 54′ 2″ O
Quellhöhe 719 m n.m.
Mündung in Pirna in die ElbeKoordinaten: 50° 57′ 47″ N, 13° 55′ 13″ O
50° 57′ 47″ N, 13° 55′ 13″ O
Mündungshöhe 111 m ü. NN
Höhenunterschied 608 m
Sohlgefälle 18 ‰
Länge 33,9 km
Einzugsgebiet 251,6 km²
Abfluss am Pegel Neundorf
AEo: 132,2 km²
Lage: 8,2 km oberhalb der Mündung
NNQ (09.01.1971)
MNQ 1927/2010
MQ 1927/2010
Mq 1927/2010
MHQ 1927/2010
HHQ (09.07.1927)
0 l/s
180 l/s
1,45 m³/s
11 l/(s km²)
32,9 m³/s
433 m³/s
Abfluss am Pegel Gottleuba 1
AEo: 29,66 km²
Lage: 24,9 km oberhalb der Mündung
NNQ (11.08.1976)
MNQ 1972/2010
MQ 1972/2010
Mq 1972/2010
MHQ 1972/2010
HHQ (13.08.2002)
0 l/s
29 l/s
395 l/s
13,3 l/(s km²)
7,94 m³/s
61 m³/s
Linke Nebenflüsse Nasenbach, Mühlenbach, Seidewitz
Rechte Nebenflüsse Oelsenbach, Fuchsbach, Bahra
Mittelstädte Pirna
Kleinstädte Bad Gottleuba-Berggießhübel

Die Gottleuba ist ein linker Nebenfluss der Elbe in Tschechien und Deutschland.

Geografie

Verlauf

Die Quellflüsse der Gottleuba, die im Kammgebiet des böhmischen Teils des Osterzgebirges, südlich des tschechischen Dorfes Schönwald (Krásný Les) entspringen und dieses nach Norden entwässern, sind:

  • der östlichere Rybný potok (Fischbach), der auf ca. 680 Metern über Normalnull dieselbe Quelle wie der Mordgrundbach (tschech. Slatina) hat, mit den gleich langen Zuflüssen
    • Lisči potok (Fuchsenbach), Quelle: südlich von Schönwald
    • Větrovský potok, Quelle: bei der Wüstung Větrov (Streckenwald) bzw. im Forst Haberfeld
  • der westlichere Quellfluss, paradoxerweise Schönwalder Bach genannt, entspringt im Forst Haberfeld bei Rudolphsdorf und ist einige Kilometer lang Grenzbach.
Einzugsgebiet der Gottleuba

Die Mündung des östlichsten und westlichsten Quellbachs erfolgt in Höhe der Grenzbrücke der Autobahn 17 über den Schönwalder Bach. Nach der Einmündung des Nasenbachs durchfließt die Gottleuba im Süden der Stadt Bad Gottleuba-Berggießhübel in einem Sohlental den Oelsengrund zwischen den Ortsteilen Oelsen und Breitenau. Oberhalb von Bad Gottleuba wird sie in der Talsperre Gottleuba (14 Mio. m³) gestaut. Im weiteren Verlauf durchfließt sie in einem v-förmigen Tal die Stadtkerne Bad Gottleubas und Berggießhübels. Zwischen Berggießhübel und Langenhennersdorf nimmt sie die Bahra auf und fließt weiter nach Norden Richtung Pirna, durch die Stadtteile Neundorf und Rottwerndorf. Die Gottleuba fließt westlich vom Stadtzentrum und nimmt dabei die Seidewitz auf, bis sie dann zwischen den beiden Elbbrücken in die Elbe mündet. Ursprünglich floss die Gottleuba durch das heutige Pirnaer Stadtzentrum zur Elbe. Der heutige Verlauf im Stadtgebiet sowie die Mündung wurde jedoch künstlich durch eine Verlegung des Flusses infolge des Stadtwachstums geschaffen.

Einzugsgebiet

Das ca. 252 km² große Einzugsgebiet der Gottleuba erstreckt sich nach Süden bis zum Hauptkamm des Erzgebirges und wird im Westen und Osten von den Einzugsgebieten der Müglitz und der Biela flankiert, die ebenfalls der Elbe zufließen.

Hochwasser

Hochwasser lassen sich im Gottleubagebiet bis 1480 zurückverfolgen. Für die letzten 500 Jahre lassen sich über 50 Hochwasser belegen, unter denen die von 1897, 1927, 1957, 1958 und 2002 durch ihre Schwere besonders hervortraten.

Verkehrswege

Zwischen 1890 und 1976 verlief im Gottleubatal die Gottleubatalbahn bis Bad Gottleuba. Seit 2006 wird südlich von Pirna die 915 m lange Gottleubatalbrücke projektiert, welche Teil der Ortsumfahrung Pirna im Zuge der Bundesstraße 172b sein soll.

Ehemalige Mühlen und Hammerwerke

Der Fluss in der Pirnaer Südvorstadt

Viele Mühlen existieren nicht mehr, einige sind umgebaut und dienen anderen Zwecken:

Die Gottleuba zwischen Langenhennersdorf und Neundorf

Siehe auch

Literatur

Commons: Gottleuba – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Hydrologisches Handbuch. (PDF; 637 kB) Teil 3 – Gewässerkundliche Hauptwerte. Freistaat Sachsen – Landesamt für Umwelt und Geologie, S. 64, abgerufen am 25. Dezember 2017.
  2. ↑ Haberfeld (= Werte der Deutschen Heimat. Band 7, Um Altenberg, Geising und Lauenstein). Akademie-Verlag, Berlin 1964, S. 184.
  3. ↑ CDS, Band II 5, Urkundenbuch der Städte Dresden und Pirna, Urkunde Nr. 181
  4. ↑ Sächsisches Landesamt für Umwelt und Geologie [Hrsg.]: Ereignisanalyse. Hochwasser August 2002 in den Osterzgebirgsflüssen. Dresden 2004. S. 119ff.
  5. ↑ Sächsisches Landesamt für Umwelt und Geologie [Hrsg.]: Ereignisanalyse. Hochwasser August 2002 in den Osterzgebirgsflüssen. Dresden 2004. S. 182.
  6. ↑ Sächsisches Landesamt für Umwelt und Geologie [Hrsg.]: Ereignisanalyse. Hochwasser August 2002 in den Osterzgebirgsflüssen. Dresden 2004. S. 122ff. sowie Verkehrsverband Sächsische Schweiz / Osterzgebirge: Hilf! Es ist immer noch größte Not im Hochwassergebiete des Osterzgebirges. Pirna 1927.
  7. ↑ Fischer: Spuren alter Mühlen an der Gottleuba (PDF; 8,4 MB)