Graf Bobby ist eine fiktive Wiener Witzfigur, die um 1900 in der Spätphase der k. u. k. Monarchie entstanden und bis in die frühen 1990er Jahre äußerst populär war.
Die Witze beziehen ihre Pointe meist aus der Begriffsstutzigkeit und Naivität Bobbys. In den meisten Witzen über Graf Bobby fungieren Bobbys ebenfalls nicht real existierende Freunde Rudi und Baron Mucki als Sidekicks und Stichwortgeber. Graf Bobby und seine Freunde Graf Rudi, Baron Mucki, Graf Poldi und Baron Schmeidl zählen auch heute noch zum festen Inventar und Aushängeschild des Wiener Volkshumors.
Die Figur wurde in den 1950er Jahren so populär, dass Graf-Bobby-Witze nicht nur in Anthologien und Sammlungen erschienen, sondern auch Filme mit Graf Bobby als Hauptfigur produziert wurden. In diesen erfolgreichen Kinokomödien stellte Peter Alexander Graf Bobby dar. Auch Schallplatten mit Graf-Bobby-Witzen erschienen in den 1960er und 1970er Jahren. Hier waren unter anderem Peter Igelhoff als Bobby und Fred Rauch als Rudi bekannte Darsteller. Letzterer charakterisierte den typischen Graf-Bobby-Witz einmal folgendermaßen: „Geschichten, die niemand verletzen wollen und nur ein Ziel haben: Heiterkeit und Frohsinn zu verbreiten.“