Gravity Zero

Gravity Zero
Studioalbum von Vibravoid

Veröffent-
lichung

27. Februar 2012

Aufnahme

2010, 2011

Label(s)

Sulatron Records, Krauted Mind Records

Format(e)

CD, LP, 2LP

Genre(s)

Neo-Psychedelic Rock, Neo-Kraut Rock

Titel (Anzahl)

9

Länge

43:53

Produktion

Vibravoid

Chronologie
Minddrugs
(2011)
Gravity Zero Delirio Dei Sensi
(2013)

Gravity Zero ist das sechste Studioalbum der Düsseldorfer Neo-Psychedelic- und Neo-Kraut Rock Band Vibravoid. Das Album erschien am 27. Februar 2012 bei dem Independent-Label Sulatron Records.

Entstehung und Hintergrund

Die Stücke wurden im Jahr 2011 in Düsseldorf geschrieben, aufgenommen und produziert. Die Band spielte alle Instrumente selbst ein, darunter Vox Super Continental Orgel, Theremin, Stylophone, Korg MS-10, Korg MS-20, Mellotron und Sitar. Auch die Aufnahmen, die Abmischung und die Produktion übernahm die Gruppe in Eigenregie. Drei Lieder wurden bereits vorab auf anderen Tonträgern verbreitet. Das von der Band Hooterville Trolley stammende Stück No Silver Bird erschien 2011 auf dem Fruits de Mer Records Sampler Various – Rocketing Through Space in Großbritannien. Das Lied The White Ship von H. P. Lovecraft wurde 2011 auf einer Single des griechischen Magazins Timemazine veröffentlicht. Das Stück Shotgun Wedding basiert auf einem Thema von Eddie Cochran und stammt von der 7" EP Various – Eddie Cochran Instrumentals, die 2010 bei Fruits de Mer Records in England herauskam.

Editionen

Die Erstauflage erschien 2012 in einer Limitierung von 500 blauen Schallplatten. Die Zweitauflage folgte ebenfalls 2012 mit 500 orangen Schallplatten. Die dritte Auflage wurde nicht limitiert auf schwarzem Vinyl gepresst. Zudem erschien das Album als nicht limitierte CD. Am 26. November 2015 erschien eine erweiterte Jubiläumsauflage als Doppel-LP auf grün-schwarz marmoriertem Vinyl bei Krauted Mind Records. Die Backcover der Krauted-Mind-Records-Jubiläumsauflagen von Gravity Zero, Distortions und Minddrugs ergeben nebeneinandergelegt ein zusammenhängendes Gesamtbild.

Rezeption

Das deutsche Rock-Magazin eclipsed führte das Album auf Platz 6 seiner monatlichen Redaktions-Charts. Der Rezensent Bernd Sievers hob hervor, dass die Band im Vergleich zum Vorgängeralbum konsequenter auf experimentelle Klänge setze, was durch den Einsatz von Theremin, Stylophon und Sitar bei dem Titel The White Ship deutlich werde. Das Magazin Good Times bewertete das Album ebenfalls positiv und lobte die strukturelle Vielfalt der Eigenkompositionen sowie die Neuinterpretationen der Stücke von Eddie Cochran und H. P. Lovecraft. Das Fachmagazin Twang! vergab eine Wertung von 10 von 10 Punkten und verwies auf die stilistische Orientierung am Psychedelic Rock der späten 1960er-Jahre sowie den improvisatorischen Charakter des Eröffnungsstücks. Das Ox-Fanzine hob hervor, dass die typischen Gitarrenklänge und Synthesizer präsente Klangwände bildeten.

Das Kulturmagazin Westzeit wies auf die stilistische Bandbreite des Albums hin, die von Einflüssen der frühen Pink Floyd über Krautrock-Strukturen bis hin zu elektronischen Elementen reiche. Chris Popp vom Portal Musikreviews.de hob die stilistische Individualität des Werks hervor. Das Magazin Hooked on Music lobte die konsequente Weiterentwicklung des bandtypischen Space- und Krautrock-Sounds.

Alan Brown vom britischen Magazin Classic Rock betonte das Zusammenspiel der analogen Instrumente und zog stilistische Vergleiche zu zeitgenössischen Neo-Psychedelia-Bands wie Wooden Shjips. Bobby Bone vom britischen Fachmagazin Shindig! beschrieb den Klangcharakter des Albums als Kombination aus Elementen von Spacemen 3, Wooden Shjips und dem Black Rebel Motorcycle Club. Gary Hill vom *Music Street Journal* lobte das Zusammenspiel der verschiedenen Klänge.

Das italienische Magazin Blow Up verortete das Werk stilistisch bei minimalistischen Strukturen von Spacemen 3 sowie der frühen Phase von Pink Floyd. Franco „Lys“ Dimauro vom italienischen Musikmagazin Rumore beschrieb das Album als kosmischen Space-Rock, den er musikalisch zwischen dem Fuzz-Sound von The Jesus and Mary Chain und den Sitar-Klängen von Baby Woodrose einordnete.

Yann Carduner vom französischen Highlands Magazine charakterisierte das Album als ein hochklassiges Neo-Psych-Werk, das insbesondere durch die Kombination von Fuzz-Gitarren und Sitar-Klängen überzeuge. O. Z. Badin vom französischen Underground-Magazin New Noise hob das H.-P.-Lovecraft-Cover The White Ship als handwerklich gelungen hervor. Alfred Crespo vom spanischen Musikmagazin Ruta 66 bezeichnete das Album als empfehlenswert und würdigte den Einsatz von Mellotron, Sitar und Theremin bei den Kompositionen.

Titelliste

  1. Gravitation Zero – 13:23
  2. No Silver Bird – 3:30
  3. Photosynthesis In Darkness – 3:08
  4. Travelling Without Moving – 1:38
  5. Eruptions Of The Green Sun – 4:03
  6. Shotgun Wedding – 2:52
  7. Get Out Of Here – 4:14
  8. The White Ship – 6:20
  9. Brainplane – 4:32

CD-Bonustracks

  1. La vie en Düsseldorf – 5:30
  2. Radiation Zero – 9:29

Einzelnachweise

  1. ↑ Vibravoid: Gravity Zero (Liner Notes). Sulatron Records, 2012.
  2. ↑ Various – Roqueting Through Space. Discogs, 2011, abgerufen am 28. August 2026.
  3. ↑ Vibravoid / Drug Free Youth – The White Ship / Teenage Lima Bean. Discogs, 2011, abgerufen am 28. August 2026.
  4. ↑ Various – Eddie Cochran Instrumentals. Discogs, 2010, abgerufen am 28. August 2026.
  5. ↑ Vibravoid – Gravity Zero. Discogs, abgerufen am 28. August 2026.
  6. ↑ Sievers, Bernd: Psychedelic Vibravoid: „Gravity Zero“. In: eclipsed. Nr. 139, April 2012, S. 78.
  7. ↑ Vibravoid – Gravity Zero (Review). In: Good Times. 2012.
  8. ↑ KS: Vibravoid – Gravity zero. In: Twang! 2012, S. KS 10.
  9. ↑ Vibravoid – Gravity Zero. Ox-Fanzine, 2012, abgerufen am 28. August 2026.
  10. ↑ Vibravoid – GRAVITY ZERO. In: Westzeit. 2012.
  11. ↑ Popp, Chris: Vibravoid: Gravity Zero (Review). Musikreviews.de, 23. März 2012, abgerufen am 28. August 2026.
  12. ↑ Vibravoid – Gravity Zero. Hooked on Music, 2012, abgerufen am 28. August 2026.
  13. ↑ Brown, Alan: Vibravoid – Gravity Zero (Review). In: Classic Rock (UK). 2012.
  14. ↑ Bone, Bobby: Vibravoid – Gravity Zero. In: Shindig! 2012 (englisch).
  15. ↑ Hill, Gary: Vibravoid – Gravity Zero. Music Street Journal, 2012, abgerufen am 28. August 2026.
  16. ↑ Vibravoid – Gravity Zero (Review). In: Blow Up. Nr. 167, April 2012, S. 88 (italienisch).
  17. ↑ Dimauro, Franco „Lys“: Vibravoid – Gravity Zero. In: Rumore. 2012, S. 7/10 (italienisch).
  18. ↑ Carduner, Yann: Vibravoid – Gravity Zero. In: Highlands Magazine. Nr. 57, 2012, S. 1, 57 (französisch).
  19. ↑ Badin, O. Z.: Vibravoid – Gravity Zero. In: New Noise. 2012, S. 7/10 (französisch).
  20. ↑ Crespo, Alfred: Viajando al Planeta Sulatron. In: Ruta 66. Nr. 297, Oktober 2013, S. 82 (spanisch).