Gregory Nagy (ungar.: Nagy Gergely, Aussprache: []; * 22. Oktober 1942 in Budapest) ist ein ungarisch-amerikanischer Klassischer Philologe. Er ist Spezialist für die homerischen Epen und die archaische Dichtung und hat insbesondere die Theorien von Milman Parry und Albert Lord zur mündlichen Improvisation von Ilias und Odyssee im Vortrag durch einen Sänger weiterentwickelt.
Nagy erhielt seinen BA von der Indiana University 1962 in Altertumswissenschaft und Linguistik und seinen Ph.D. von der Harvard University im Jahr 1966 in klassischer Philologie. Seit 1966 ist er Professor an der Harvard University. 1987 wurde Nagy in die American Academy of Arts and Sciences gewählt. Seit 2000 ist er Direktor des Center for Hellenic Studies. Er ist Francis-Jones-Professor für klassische griechische Literatur und Professor für Vergleichende Literaturwissenschaft in Harvard und lehrt weiterhin halbtags in Harvard. Von 1994 bis 2000 war er Inhaber des Lehrstuhls für Altertumswissenschaft an der Harvard University. Von 1990 bis 1991 war er Präsident der American Philological Association.
Seine Brüder sind Blaise Nagy, emeritierter Professor für Altertumswissenschaft am College of the Holy Cross und Joseph F. Nagy, Henry-L.-Shattuck-Professor für Iristik am Institut für keltische Sprachen und Literaturen an der Harvard University.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Nagy, Gregory |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer klassischer Philologe |
| GEBURTSDATUM | 22. Oktober 1942 |
| GEBURTSORT | Budapest |