Greiffenberg (Adelsgeschlecht)

Wappen derer von Greifenberg nach Siebmachers Wappenbuch

Greiffenberg, auch Greifenberg, ist der Name eines uckermärkischen Adelsgeschlechts.

Es besteht keine Verwandtschaft zu den Greif von Greifenberg, auch nicht zur Familie des kaiserliche Rats, Kammerprokurators und Geschäftsmanns Johann Baptist Linsmayr (1542–1608), Herr auf Weinzierl und Seissenegg, der 1579 in den rittermäßigen Adelsstand, 1602 nach einem von ihm erbauten Schloss in der Steiermark zum Edler von Greiffenberg und 1608 zum Freiherrn von Greiffenberg erhoben worden war, und ebenfalls nicht zum preußischen Legationsrat August Friedrich Petersen (1682–1732), welcher 1711 mit dem Prädikat von Greiffenberg die Hebung in den Reichsadelsstand erfuhr.

Geschichte

Das Geschlecht gehört dem uckermärkischer Uradel an und nennt sich nach seiner gleichnamigem Stammburg, Burg Greiffenberg im Kreis Angermünde. Mit dominus Johannes miles de Grifenberg und seinem Bruder Godefridus wurde die Familie 1261 zuerst urkundlich genannt. Auf letzteren wird auch die Stammreihe zurückgeführt.

Hauptgüter der Familie im zeitweisen Familienbesitz waren, neben weiteren, Flemsdorf, Görlsdorf, Polßen, Wolletz, Zützen, Bruchhagen und Künkendorf. In den Dorfkirchen von Flemsdorf, Polßen und Schmiedeberg hatte die Familie zeitweise das Kirchenpatronat inne.

Angehörige

Wappen

Als Wappen kommen verschiedene Varianten vor:

Blasonierung des Stammwappens
In Silber ein roter Vogel. Auf dem Helm mit rot-silbernen Helmdecken der Vogel zwischen zwei silbern-rot geschachten Fahnen.
Blasonierung des späteren Wappens
In Silber ein roter Büffelkopf, dem ein goldener Ring durch die Nase gezogen ist. Auf dem Helm mit rot-silbernen Decken, ein wachsender goldener Greif, eine rote und eine silberne Fahne haltend.
Alternativ kommt der Büffelkopf auch in Schwarz, in Schwarz rotgehörnt mit blauem Ring, in Rot blaugehörnt mit blauem Ring oder in Schwarz gekrönt mit rotem Hirschgeweih vor. Der Helm teils gekrönt, teils ungekrönt. Als Kleinod der Greif auch ganz.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Österreichisches Staatsarchiv: AT-OeStA/FHKA SUS Fam.A. L-123 Linsmayr von Greiffenberg, Johann, wird zum kaiserlichen Rat befördert und erhält die Befugnis, sich künftig mit Auslassung seines erstens Namens "von Greiffenberg zu Weinzierl und Seihenberg" nennen und schreiben zu dürfen, 1603.01.29; AT-OeStA/AVA Adel HAA AR 310.10 Greiffenberg zu Weinzierl und Seisenegg (Seiserneck), Johann (Linsmeier, Linsmayer) von, niederösterreichischer Landrechtsbeisitzer, Freiherrenstand als „von Greiffenberg zu Weinzierl, Freyenstein und Karlspach Freiherr auf Seiserneck", 1608.04.24.
  2. ↑ Leopold von Ledebur: Adelslexicon der Preußischen Monarchie. Band 1, Ludwig Rauh, Berlin 1855, S. 284.
  3. ↑ Adolph Friedrich Riedel: Codex diplomaticus Brandenburgensis. Band A. 13, Berlin 1857, S. 210.
  4. ↑ Leopold von Lederer: Adelslexicon der Preußischen Monarchie. Band 1, Ludwig Rauh, Berlin 1855, S. 283–284.
  5. 1 2 3 Hefner/Grenzer/Mülverstedt (1878), S. 150.