Grenade

Grenade
Granada
Grenade (Frankreich)
Grenade (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Okzitanien
Département (Nr.) Haute-Garonne (31)
Arrondissement Toulouse
Kanton Léguevin
Gemeindeverband Hauts Tolosans
Koordinaten 43° 46′ N, 1° 18′ OKoordinaten: 43° 46′ N, 1° 18′ O
Höhe 97–167 m
Fläche 37,01 km²
Einwohner 9.062 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte 245 Einw./km²
Postleitzahl 31330
INSEE-Code
Website www.mairie-grenade.fr

Rathaus (Hôtel de ville)

Grenade [ɡʁə.nad] ⓘ (okzitanisch Granada) (auch Grenade-sur-Garonne genannt) ist eine französische Stadt mit 9.062 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2023) im Département Haute-Garonne in der Region Okzitanien. Die Bewohner werden Grenadains und Grenadaines genannt.

Lage

Grenade liegt an der Grenze zum Département Tarn-et-Garonne etwa 27 Kilometer nordwestlich von Toulouse und 30 Kilometer südlich von Montauban an der Garonne. Hier münden der Hers-Mort von rechts und die Save von links in die Garonne.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr19621968197519821990199920102020
Einwohner33944108454047845026576080748846

Im 19. Jahrhundert hatte der Ort stets um die 4000 Einwohner. Die zunehmende Mechanisierung der Landwirtschaft führte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu einem Absinken der Einwohnerzahl auf unter 3000.

Wirtschaft

Wie das anhaltende Bevölkerungswachstum in den letzten Jahrzehnten zeigt, profitiert Grenade in hohem Maße von der Nähe zur Großstadt Toulouse. Niedrige Grundstückspreise in den Gewerbegebieten (zones industrielles) haben zur Ansiedlung von kleineren Unternehmen und damit zur Schaffung neuer Arbeitsplätze geführt. Die auf Weizen- und Maisanbau basierende Landwirtschaft sowie Kleinhandel und Handwerk spielen eine immer geringer werdende Rolle im ökonomischen Leben der Stadt.

Geschichte

Grenade wurde im Jahre 1290 vom nur wenige Kilometer entfernt gelegenen, aber in der späteren Zeit der Französischen Revolution zerstörten, Zisterzienserkloster Grandselve als Bastide gegründet. Die Gründung des 30 Kilometer nordwestlich gelegenen Klosters und der Bastide von Beaumont-de-Lomagne in den Jahren nach 1280 geht ebenfalls auf Initiativen von Grandselve zurück. Beide Orte wurden in einer Coregentschaft (paréage) vom Abt des Klosters und von einem Seneschall des Königs regiert.

Über eventuelle Zerstörungen während des Hundertjährigen Krieges (1337–1453) oder der Hugenottenkriege (1562–1598) ist kaum etwas bekannt. Während der Napoleonischen Kriege quartierten sich – im Vorfeld der Schlacht um Toulouse (10. April 1814) – die gemeinsam kämpfenden englischen, spanischen und portugiesischen Truppen in Grenade ein.

Sehenswürdigkeiten

Persönlichkeiten

Städtepartnerschaft

Literatur

Commons: Grenade (Haute-Garonne) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. ↑ Église Notre-Dame de l’Assomption, Grenade in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  2. ↑ Couvent des Ursulines, Grenade in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  3. ↑ Halle, Grenade in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  4. ↑ Pont sur la Save, Grenade in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)