| Târnava Großprobstdorf Nagyekemező | ||||
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| Basisdaten | ||||
| Staat: | ||||
| Historische Region: | Siebenbürgen | |||
| Kreis: | Sibiu | |||
| Koordinaten: | 46° 8′ N, 24° 18′ O | |||
| Zeitzone: | OEZ (UTC+2) | |||
| Fläche: | 29,38 km² | |||
| Einwohner: | 3.007 (1. Dezember 2021) | |||
| Bevölkerungsdichte: | 102 Einwohner je km² | |||
| Postleitzahl: | 557275 | |||
| Telefonvorwahl: | (+40) 02 69 | |||
| Kfz-Kennzeichen: | SB | |||
| Struktur und Verwaltung (Stand: 2024) | ||||
| Gemeindeart: | Gemeinde | |||
| Gliederung: | Târnava, Colonia Târnava | |||
| Bürgermeister : | Ioa-Mihai Feisan (PNL) | |||
| Postanschrift: | Str. 1 Decembrie 1918, nr. 5 loc. Târnava, jud. Sibiu, RO–557275 | |||
| Website: | ||||
Târnava oder auch Tîrnava [] (veraltet Proștea Mare; deutsch Großprobstdorf, siebenbürgisch-sächsisch Griusspriusstref, ungarisch Nagyekemező, Prépostfalva) ist eine Gemeinde im Kreis Sibiu in der Region Siebenbürgen in Rumänien.

Die Ortschaft liegt fünf Kilometer südwestlich von Mediaș (Mediasch) entfernt im nördlichen Teil des Kreises Sibiu, am Fluss Târnava Mare (Große Kokel).
Im Jahr 1331 wurde die Ortschaft als Ekeemeza Maior erstmals urkundlich erwähnt. Es wird angenommen, dass die Gründung der Siedlung bereits deutlich früher – d. h. vor der Ansiedlung der Siebenbürger Sachsen – vermutlich durch Szekler erfolgte. Zunächst war Groß-Probstdorf Teil der Hermannstädter Provinz „Sieben Stühle“, bevor Ende des 18. Jahrhunderts die Unterstellung unter den Mediascher Stuhl erfolgte.
Schon ab den 1960er-Jahren, vor allem aber nach der Wende von 1989 wanderte die überwiegende Mehrheit der deutschsprachigen Bevölkerung nach Deutschland aus. Sie gründeten hier eine Heimatortsgemeinschaft (HOG).
Die Gemeinde liegt an der elektrifizierten Bahnstrecke Teiuș–Brașov und der Nationalstraße DN14 etwa 50 Kilometer von der Kreishauptstadt Sibiu (Hermannstadt) entfernt.
Bereits im Jahr 1567 ist die Existenz einer Schule in Groß-Probstdorf belegt. Der Ort verfügt heute über einen Kindergarten, eine Grundschule und ein Lyzeum.
Die Mehrheit der Einwohner ist in den Bereichen Landwirtschaft, Obstbau, Viehzucht, Handel und Kleinindustrie beschäftigt.
Aufgrund seiner Nähe zum benachbarten Copșa Mică (Klein-Kopisch), wo sich eine Rußfabrik und ein Buntmetallbetrieb befinden, die insbesondere in den 1980er Jahren in einem katastrophalen Zustand waren, leidet die Umwelt in Târnava bis heute erheblich.