Großreichenbach

Großreichenbach (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Großreichenbach
Großreichenbach (Österreich)
Großreichenbach (Österreich)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Zwettl (ZT), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Zwettl
Pol. Gemeinde Schweiggers
Koordinaten 48° 41′ 16″ N, 15° 1′ 28″ OKoordinaten: 48° 41′ 16″ N, 15° 1′ 28″ Of1
Höhe 599 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 119 (1. Jän. 2026)
Fläche d. KG 4,74 km² (31. Dez. 2023)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 06981
Katastralgemeindenummer 24396
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
f0
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119

BW

Großreichenbach (früher Reichenbach) ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Gemeinde Schweiggers im Bezirk Zwettl in Niederösterreich mit 119 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026).

Geografie

Das nordwestlich von Schweiggers befindliche Dorf liegt an der Landesstraße L69, von der hier die L8275 nach Siebenlinden abzweigt. Der Ort entwässert in den Elexenbach. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 49 Adressen.

Geschichte

Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 36 Häusern genannt, das nach Waldenstein eingepfarrt war und die Kinder zur Einschulung nach Siebenlinden kamen. Die Herrschaft Engelstein besaß die Ortsobrigkeit und besorgte die Konskription. Die Landgerichtsbarkeit wurde von der Herrschaft Weitra ausgeübt und die Untertanen und Grundholde des Ortes gehörten den Herrschaften Engelstein, Weitra und Kirchberg am Wald.

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in Großreichenbach ein Gastwirt, ein Schmied, ein Schuster, ein Tischler und einige Landwirte ansässig.

Siedlungsentwicklung

Zum Jahreswechsel 1979/1980 befanden sich in der Katastralgemeinde Großreichenbach insgesamt 52 Bauflächen mit 23.943 m² und 16 Gärten auf 9.003 m², 1989/1990 gab es 39 Bauflächen. 1999/2000 war die Zahl der Bauflächen auf 76 angewachsen und 2009/2010 bestanden 62 Gebäude auf 117 Bauflächen.

Wirtschaft und Infrastruktur

Seit 2016 ist die bekannte Destillerie Reif OG im Ort ansässig.

Bodennutzung

Die Katastralgemeinde ist landwirtschaftlich geprägt. 348 Hektar wurden zum Jahreswechsel 1979/1980 landwirtschaftlich genutzt und 114 Hektar waren forstwirtschaftlich geführte Waldflächen. 1999/2000 wurde auf 329 Hektar Landwirtschaft betrieben und 132 Hektar waren als forstwirtschaftlich genutzte Flächen ausgewiesen. Ende 2018 waren 318 Hektar als landwirtschaftliche Flächen genutzt und Forstwirtschaft wurde auf 133 Hektar betrieben. Die durchschnittliche Bodenklimazahl von Großreichenbach beträgt 23 (Stand 2010).

Literatur

Commons: Großreichenbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Belege

  1. ↑ Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2026 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2026), (ODS, 500 KB)
  2. ↑ Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen: Österreichisches Adressregister, Stichtagsdaten vom 1.4.2020 (online)
  3. ↑ Joseph von Steinius: Topographischer Land-Schematismus oder Verzeichniß aller im Erzherzogthume Oesterreich unter der Enns befindlichen Ortschaften als Städte, Märkte, Schlösser, Ämter, Dörfer, Rotten und einzelne Häuser, die eigene Nahmen haben, Anzahl der Häuser sowohl, als der betreffenden Pfarren, Schulörter, Patronate, Decanate, Werbbezirke, Landgerichte, Ortsobrigkeiten, Grund- und Conscriptions-Herrschaften, dann der nächsten Poststationen zur Auf- und Abgabe der Briefe. Zweiter Band: M–Z. Verlag Anton Strauß, Wien 1822, S. 172f (Reichenbach in der Google-Buchsuche).
  4. ↑ Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 413
  5. 1 2 BEV: Regionalinformation 31.12.2018 auf bev.gv.at (online)