Gudersleben Stadt Ellrich | |
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| Koordinaten: | 51° 33′ N, 10° 41′ O |
| Höhe: | 229 m ü. NN |
| Einwohner: | 221 (31. Okt. 2015) |
| Eingemeindung: | 9. April 1994 |
| Postleitzahl: | 99755 |
| Vorwahl: | 036332 |
Kirche St. Vitus in Gudersleben | |
Gudersleben ist ein Ortsteil der Stadt Ellrich im Landkreis Nordhausen in Thüringen.
Gudersleben liegt an der Wieda, im südlichen Harzvorland direkt am Fuß der Südabdachung des Harzes. Seine üblichen Karsterscheinungen bereiten den Landwirten wegen der Grundwasserferne der ackerbaulich genutzten Böden Probleme. Für den Tourismus ist die Karstlandschaft ein Reiseziel. Zu Gudersleben gehört die im Tal des Lochmühlengrabens gelegene ehemalige Mühle und heutiger Bauernhof, die Lochmühle.
Zur Etymologie von -leben siehe hier.

2025 wurde in einem Wald in Gudersleben ein Griffplattendolch aus der Bronzezeit entdeckt.
Am 16. September 929 ließ König Heinrich I. in Quedlinburg eine Urkunde ausstellen, mit der er seiner Gemahlin Mathilde auch Nordhausen als Witwengut anwies. Schon 927 hatte er ihr den Zins von Woffleben und Gudersleben geschenkt. So wird in der Urkunde aus dem Jahr 927 neben der späteren Reichsstadt Nordhausen und anderen Orten auch Woffleben und Gudersleben erstmals erwähnt. In der Chronik der Gemeinde wird ohne Literaturangabe auf diese Ersterwähnung von 927 hingewiesen. Wolfgang Kahl vermutet die urkundliche Ersterwähnung des Dorfes bereits 822–842.
Ein altes Lehnsregister (im Pfarrarchiv) des Dorfes Salza bei Nordhausen aus dem 16. Jahrhundert, weist alt bestehende Dienstverpflichtungen zahlreicher Guderslebener Einwohner gegenüber dem Gut Salza aus. Diesen Verpflichtungen kamen zu jener Zeit die Guderslebener schon nicht mehr nach. Salza ist als Dorf erstmals am 15. September 802 erwähnt.
Seit 2019 ist Norbert König von der Bürgerbewegung Ellrich Ortsbürgermeister von Gudersleben. Er wurde zuletzt 2024 mit 92,6 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt.
Die Landesstraße 1039 ist Hauptstraße des Dorfes. Hinzu kommt die Landesstraße 2067, die Wofflebener Straße genannt wird. Die Buslinien 241 und 251 verbinden den Ort am Morgen und Nachmittag etwa stündlich mit dem Kernort Ellrich, dem Ortsteil Woffleben und Nordhausen. Der nächste Anschluss ans Schienennetz ist der 2,5 km östlich gelegene Haltepunkt Woffleben an der Südharzstrecke.