Gundershofen Stadt Schelklingen | |
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| Koordinaten: | 48° 23′ N, 9° 36′ O |
| Höhe: | 616 m ü. NHN |
| Eingemeindung: | 1975 |
| Postleitzahl: | 89601 |
Gundershofen ist ein Stadtteil von Schelklingen im Alb-Donau-Kreis in Baden-Württemberg.
Gundershofen liegt im oberen Schmiechtal, einem Tal am Südrand der Schwäbischen Alb auf 616 m ü. NHN etwa auf halber Strecke zwischen Münsingen (13,4 km) und Schmiechen.
Ein Ebirhardus miles de Gundershoven lebte um 1200. 1263 wird der Ort erstmals direkt urkundlich erwähnt. Der Ort entstand aber früher, und zwar in der älteren Ausbauzeit. Gundershofen hatte im Mittelalter seinen eigenen Ortsadel, genannt von Gundershofen. Im 14. Jh. verschwindet diese Familie aus der urkundlichen Überlieferung.
Ein Herrensitz oder eine Burg im Dorf Gundershofen konnte bislang nicht nachgewiesen werden.
Das Dorf wurde wohl früh Teil der Herrschaft Justingen und teilte deren Geschichte. 1751 kam Gundershofen mit der Herrschaft Justingen an Württemberg. Einen Bauernhof erwarb 1368 das Kloster Offenhausen (Gemeinde Gomadingen).
Der Ort hatte früh eine eigene Pfarrei mit der St.-Michaelskirche. Die Gundershofer Pfarrei war bis zur Einführung der Reformation in Sondernach im Jahre 1581 auch für dessen Einwohner zuständig. 1846 wurde Hütten, vorher bei Justingen eingepfarrt, der Pfarrei Gundershofen zugeschlagen.
Das alte Pfarrhaus samt Pfarrscheuer soll 1747 neu erbaut worden sein, ein noch älteres ersetzend. 1846/48 musste es der neuen Kirche weichen, welche genau auf dessen Platz steht. 1905/06 wurde das neue Pfarrhaus in Backsteinbauweise mitten im Pfarrgarten gegenüber der Kirche auf der anderen Straßenseite errichtet.
Das alte Schulhaus stand ursprünglich auf der Friedhofsmauer. 1835 wurde ein neues Schulhaus an der Durchgangsstraße samt Schulscheuer erbaut. Das Schulhaus wurde bei der Erweiterung der Ortsdurchfahrt um 1990 abgebrochen. Die Schulscheuer mit restauriertem Fachwerk blieb erhalten.
Das Gemeindewappen ist zweigeteilt. Auf der linken Seite befindet sich das Wappen der Herren von Gundershofen; auf der rechten Seite ein Mühlrad als Symbol für die drei Mühlen Springens und die Bannmühle zu Gundershofen.
Die katholischen Einwohner von Gundershofen, Springen und Sondernach (die Einwohner von Sondernach waren bis 1582 katholisch) waren schon früh in die römisch-katholische Kirchengemeinde St. Michael (Michael Archangelos) zu Gundershofen eingepfarrt. Noch 1825 waren alle 253 Einwohner katholisch; 1910 waren einschließlich des Weilers Springen von 240 Einwohnern 218 katholisch und 22 evangelisch. Die evangelischen Einwohner waren nach Mehrstetten eingepfarrt. Im Zuge des Neubaus einer größeren Pfarrkirche in Gundershofen wurden 1847 die katholischen Einwohner von Hütten von Justingen nach Gundershofen umgepfarrt.
(Quelle:)
Die Gemeinde Gundershofen war bis 1751 Teil der Reichsherrschaft Justingen, welche im selben Jahre durch Herzog Carl Eugen von Württemberg erworben wurde. 1807 wurde der Ort Teil des Oberamts Urspring des Kreises Ehingen, seit 1809 gehörte es zum Oberamt Münsingen und seit 1938 zum Landkreis Münsingen. Seit der Gemeindereform im Jahr 1975 ist Gundershofen eine Teilgemeinde der Stadt Schelklingen im Alb-Donau-Kreis.
Der ehemalige Mühlenweiler Springen liegt am Oberlauf der Schmiech und am Schmiechursprung. Springen bestand ursprünglich lediglich aus drei Mühlen. Eine Mühle bei Springen wird erstmals um 1300 im Habsburger Urbar genannt. Zweifelsfrei dürfte der Mühlenstandort Springen aber aufgrund der hervorragenden Lage und starken Schüttung der Schmiech bereits im Oberlauf älter sein. Jedenfalls waren im späten 16. Jh. drei Mühlen vorhanden, wobei der Zeitpunkt, wann die einzelnen Mühlen errichtet wurden, bislang nicht angegeben werden kann.

Von diesen Mühlen sind die obere und mittlere Mühle im Gebäudebestand erhalten geblieben; die Mühleinrichtung wurde allerdings ausgebrochen.
Im Spätmittelalter war Gundershofen mit unter 200 Einwohnern kleiner als das Dorf Justingen, etwa gleich groß wie Ingstetten, aber größer als Hütten. Am 31. Dezember 2008 hatte Gundershofen 115 Einwohner.

Schultheißen bis 1930, Bürgermeister von 1930 bis 1975, seit 1975 Ortsvorsteher
Der Ortsvorsteher wird von der Stadt Schelklingen auf Vorschlag des Ortschaftsrates ernannt. Derzeit ist Daniel Loliva Ortsvorsteher, gleichzeitig auch für Sondernach.
Die Kinder besuchen den Kindergarten Oberes Schmiechtal in Hütten und die Grundschule in Sondernach. Die Schmiechtalhalle in Hütten steht auch Gundershofen zur Verfügung.
Durch Gundershofen verläuft die Kreisstraße K 7409 von Schmiechen durch das Schmiechtal nach Mehrstetten und Heutal. Die Kreisstraße K 7410 verbindet Gundershofen und Springen mit der Landesstraße L 230 nach Münsingen.
Gundershofen besaß ehemals ein Gasthaus zum Rößle mit Brauerei, Mahl- und Ölmühle. Gegenwärtig ist der Gasthof Hirsch die einzige Gastwirtschaft.
Gundershofen
Springen