Gustav oder Gustaf ist ein männlicher Vorname.
Der Name Gustav ist vor allem im skandinavischen Sprachraum verbreitet. Er wird entweder aus den altnordischen Bestandteilen Gautr für Gauten und stafr für Stütze abgeleitet oder auf den slawischen Vornamen Gostislav zurückgeführt.
Von der Variante Gustaf in patronymischer Bildung abgeleitet sind die schwedischen Familiennamen Gustafson und Gustafsson.
Der Vorname Gustav gehörte in Deutschland Ende des 19. Jahrhunderts zu den häufigsten Vornamen. Durchschnittlich belegte er Rang 23 in den 1880er, Rang 11 in den 1890er und Rang 25 in den 1900er Jahren. Das 20. Jahrhundert hindurch nahm seine Popularität kontinuierlich ab, spätestens seit 1950 wurden nur noch selten Kinder Gustav genannt. Im neuen Jahrtausend ist jedoch wieder ein Anstieg der Verbreitung dieses Namens zu beobachten. In Österreich wird der Name seit 1984 jedes Jahr vergeben. Seit 2013 gehört er zu den Top-300 der Hitlisten. Der Name kommt in der Schweiz seit 1930 fast jährlich in der Namensgebung vor. In den 1930er Jahren gehörte er zeitweise zu den 200 beliebtesten Vornamen. Seitdem ist der Name eher mäßig beliebt.
In Schweden befindet sich der Name Gustav seit den 1980er Jahren in den Top-100. Von 1998 bis 2013 lag er in den Top-20. Seitdem ist seine Beliebtheit leicht rückläufig. Der Name gehörte in Dänemark von 1996 bis 2012 zu den Top-50 und kurzzeitig zu den Top-20 der Hitlisten. In Norwegen befindet sich der Name seit 2010 in einem Aufwärtstrend. Im Jahr 2024 lag er auf Rang 21. In Tschechien gehörte der Name von 1935 bis 1956 stets in den Top-100. Seitdem geht seine Beliebtheit stetig zurück. Der Name befand sich in den USA von 1880 (Rang 286) bis zum Jahr 1930 in einem Abwärtstrend, so dass er danach nicht mehr zu den Top-1000 gehörte.
Der Name Gustav gehört zu den Leitnamen des schwedischen Königshauses.
Siehe Liste der Herrscher namens Gustav
Schwedische Herrscher und Prinzen: