Diercks' Spanische Geschichte und seine Portugiesische Geschichte erschienen in der Sammlung Göschen
Diercks machte sein Abitur am Kneiphöfischen Gymnasium in Königsberg, wo er mit dem Studium und Vergleich orientalischer Sprachen begann. An der Humboldt-Universität zu Berlin studierte er Islamwissenschaften bei Emil Rödiger und promovierte in islamischer Geschichte. Im Alter von 20 Jahren wirkte er schon selbst als Professor für Sanskrit, Persisch und Arabisch an der Universität von Neapel sowie als Bibliothekar in Kairo. Nach Deutschland zurückgekehrt, arbeitete er zunächst als Privatlehrer in Annaberg, ab 1875 dann als Vikar in Zittau. Ab 1877 lebte er aus gesundheitlichen Gründen in Spanien, Portugal und Marokko. Diercks war korrespondierendes Mitglied der königlich-spanischen Akademie für Geschichte. Als Privatgelehrter dozierte er ab 1891 an der Humboldt-Akademie in Berlin und lebte in Steglitz. Als Auslandskorrespondent verschiedener Zeitungen war Diercks oft auf Reisen und veröffentlichte zahlreiche Abhandlungen vor allem über nordafrikanische sowie spanische Geschichte. Darin unterstellte er beispielsweise Marokko „eine der niedrigsten Entwicklungsstufen des Kulturlebens überhaupt“.
↑Helmut Möller, Ellic Howe: Merlin Peregrinus - vom Untergrund des Abendlandes. Quellen und Forschungen zur europäischen Ethnologie Band 2, Königshausen + Neumann, Würzburg 1986, S. 131.
123Reimer Eck, Kurt Jochen Ohlhoff, Dirk Voss: Nordamerika aus der Sicht europäischer Reisender, Seite 102. Amerika-Haus, Berlin 1991
↑Jaime de Salas, Dietrich Briesemeister: Las Influencias de las culturas académicas alemana y española desde 1898 hasta 1936, Seite 148. Vervuert, 2000
12Ethnologischer Anzeiger, Band 3, Seite 255. E. Schweizerbart Verlag, Stuttgart 1935
↑Ottův slovník naučný nové doby: dodatky k velikému Ottovu slovníku naučnému, Band 2, Teil 1, Seite 109. J. Otto Verlag, Prag 1932
↑Gunther Mai: Die Marokko-Deutschen 1873–1918, Seite 20. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2014
↑Mitteilungen aus dem Verein Deutscher Freimaurer Jg. 1911, S. 8