Gustav Luntowski (* 17. Januar 1930 in Wien; † 29. März 2022 in Dortmund) war ein deutscher Historiker und Archivar.
Gustav Luntowski studierte Geschichte an der Freien Universität Berlin und wurde dort 1954 promoviert. Anschließend besuchte er die Archivschule Marburg (3. Wissenschaftlicher Lehrgang 1955/56). Von 1958 bis 1967 leitete er das Stadtarchiv Lüneburg und die Ratsbücherei (öffentliche Bibliothek) Lüneburg.
Luntowski lebte seit 1967 im Ruhrgebiet. Bis 1995 war er Direktor des Stadtarchivs Dortmund, Vorstandsmitglied der Stiftung Westfälisches Wirtschaftsarchiv und außerplanmäßiger Professor für Landesgeschichte an der Technischen Universität Dortmund. Er war Mitglied der Vereinigung für Verfassungsgeschichte. Zudem war Luntowski seit 1974 ordentliches Mitglied der Historischen Kommission für Westfalen; 2006 wurde seine ordentliche in eine korrespondierende Mitgliedschaft umgewandelt.
In seiner Studie „Hitler und die Herren an der Ruhr“ erinnert die politische uneinige Ruhrlade weniger an den allmächtigen Akteur im Hintergrund als vielmehr an den „Zauberlehrling“, welcher die Nazipartei zunächst zur Eindämmung des Weimarer Sozialstaates instrumentalisieren wollte, ihr aber schließlich nicht mehr Herr wurde.
| Personendaten | |
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| NAME | Luntowski, Gustav |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Archivar und Historiker |
| GEBURTSDATUM | 17. Januar 1930 |
| GEBURTSORT | Wien |
| STERBEDATUM | 29. März 2022 |
| STERBEORT | Dortmund |