Die HK 41 ist eine halbautomatische Version des G3-Gewehrs von Heckler & Koch. Sie wurde für den zivilen Markt bzw. speziell für den Markt der Bundeswehr-Reservisten entwickelt, um ein Gewehr bieten zu können, das privat besessen werden durfte, aber in Handhabung und Bedienung dem HK G3 entsprach. So konnten Reservisten außerhalb des aktiven Dienstes damit üben. Die HK-40-Serie war für den Verkauf an Wehrpflichtige gedacht, damit diese sich bereits vor ihrem Dienstantritt mit der Waffe vertraut machen konnten – eine in Deutschland und der Schweiz verbreitete Praxis. Die Schießausbildungsvorschrift (ZDv 3/12) erlaubte den Einsatz der HK 41 durch Reservisten bei speziellen Schießübungen als Ersatz für das HK G3, jedoch nicht für andere militärische Tätigkeiten. Im allgemeinen Sprachgebrauch wurde sie häufig als „Reservistengewehr“ bezeichnet.
Nach dem Nummerierungssystem von Heckler & Koch steht die „4“ für ein paramilitärisches Gewehr und die „1“ für das Kaliber 7,62 mm.
Die HK 41 ist nicht mit der ähnlich bezeichneten HK G41 zu verwechseln. Im Gegensatz zu vielen anderen halbautomatischen Gewehren ihrer Klasse verfügte die HK 41 – ebenso wie die zivil erhältliche HK 91 – nicht über einen gasbetriebenen Mechanismus. Stattdessen nutzte sie ein Rolle-Verschluss-System mit verzögertem Rückstoß. Dieses System basiert auf zwei Rollen, die das Zurückgleiten des Verschlusses verzögern, ohne dass dabei mechanische Kipp- oder Drehbewegungen erforderlich sind.
Ein weiteres besonderes Merkmal der HK 41 war die gerillte Patronenkammer („fluted chamber“). In diese Kammer waren längs verlaufende Rillen eingefräst, die der ausgestoßenen Hülse ein charakteristisches Aussehen verliehen – als wären sie durch einen Lauf ohne Drall gezogen worden. Diese Rillen reduzierten die Reibung zwischen Patrone und Patronenlager und ermöglichten so eine zuverlässigere Entnahme der Hülse, während der Rollenverschluss den Nachladevorgang einleitete.
Die Heckler & Koch HK41 wird heute nicht mehr produziert. Sie wurde in den 1960er- und frühen 1970er-Jahren in begrenzten Stückzahlen hergestellt. Aufgrund gesetzlicher Änderungen im deutschen Waffenrecht (insbesondere in Bezug auf halbautomatische Waffen mit militärischer Optik) wurden Produktion und Verkauf der HK41 stark eingeschränkt.
Die HK41 wurde später durch die HK91 abgelöst, die für den Export bestimmt war, insbesondere in die USA. Auch die HK91 wird inzwischen nicht mehr hergestellt, erfreut sich auf dem Sammlermarkt jedoch ähnlich großer Beliebtheit wie die HK41. Aufgrund ihrer engen Verwandtschaft zum G3-System gelten beide Modelle als robustes, zuverlässiges und präzises halbautomatisches Gewehr.
Heutzutage finden sich Nachbauten oder Weiterentwicklungen der HK91/HK41-Technik bei verschiedenen Herstellern, z. B. PTR Industries (USA) oder Marcolmar (Spanien), die auf dem gleichen Rollenverschlusssystem basieren. Diese modernen Varianten erfreuen sich auf zivilen Märkten nach wie vor großer Beliebtheit – sowohl für den sportlichen als auch den sammlerischen Gebrauch.
Es existieren zwei Hauptvarianten der Heckler & Koch HK41:
Diese erste Ausführung war äußerlich nahezu identisch mit dem militärischen HKG3, allerdings auf Halbautomatik umgestellt. Charakteristische Merkmale:
Diese Variante wurde angepasst, um strengeren Waffengesetzen im zivilen Bereich zu entsprechen (insbesondere in Deutschland und für den Export in die USA):

