| Film | |
| Titel | Halloween 4 – Die Rückkehr des Michael Myers |
|---|---|
| Originaltitel | Halloween 4: The Return of Michael Myers |
| Produktionsland | USA |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 1988 |
| Länge | 85 Minuten |
| Altersfreigabe |
|
| Stab | |
| Regie | Dwight H. Little |
| Drehbuch | Alan B. McElroy |
| Produktion | Moustapha Akkad |
| Musik | Alan Howarth, Thema: John Carpenter |
| Kamera | Peter Lyons Collister |
| Schnitt | Curtiss Clayton |
| → Besetzung und Synchronisation | |
| Chronologie | |
Halloween 4 – Die Rückkehr des Michael Myers (Alternativtitel: Halloween IV – Michael Myers kehrt zurück) ist ein Horrorfilm von Dwight H. Little aus dem Jahr 1988 mit Donald Pleasence, Ellie Cornell, Danielle Harris und Beau Starr und der vierte Teil der Halloween-Filmreihe. Nachdem das Experiment gescheitert war, jedes Jahr einen Halloween-Film mit einer neuen Geschichte zu erzählen, besann man sich wieder auf die Originalgeschichte um Michael Myers. Der Film handelt davon, wie Michael Myers zehn Jahre Jahr nach den Ereignissen von Halloween II – Das Grauen kehrt zurück aus der psychiatrischen Anstalt entkommt, um in Haddonfield seine Nichte zu töten.
Michael Myers, der als vermeintlicher Invalide in einer psychiatrischen Klinik in Richmond unter hohen Sicherheitsvorkehrungen beaufsichtigt wird, soll zum Smith Grove Sanatorium verlegt werden. Regungslos liegt er im Krankentransporter, während sich die beiden Sanitäter über seine letzte verbliebene Verwandte, seine zehnjährige Nichte Jamie, die mit ihren Stiefeltern in seinem ehemaligen Wohnort Haddonfield lebt, unterhalten. Michael erwacht, tötet die beiden Sanitäter und flüchtet in Richtung Haddonfield.
Als sein Arzt Dr. Loomis vom Unfall des Krankentransporters und dem Tod der Sanitäter erfährt, weiß er, was passiert ist, und begibt sich ebenfalls nach Haddonfield. Niemand will ihm glauben, selbst die örtliche Polizei in Haddonfield braucht lange, um zu begreifen, dass das leibhaftig Böse zurückgekehrt ist. Michael hinterlässt indessen eine Spur von Leichen auf seinem Weg von Richmond nach Haddonfield. Dort angekommen, sorgt er wieder für Angst und Schrecken. Jamie und ihre Stiefschwester Rachel werden von Michael in die Enge getrieben, können sich aber mit Hilfe von Dr. Loomis befreien und entkommen.
Zusammen mit vier Männern und einem Truck wollen sie aus der Stadt fliehen, aber Michael klammert sich unbemerkt unter das Auto. Als sie unterwegs auf die State Police treffen, die zur Stadt unterwegs ist, denken sie, sie seien in Sicherheit. Doch als die Polizei außer Sichtweite ist, kommt Michael zum Vorschein und tötet alle Männer. Daraufhin setzt sich Rachel ans Steuer und fährt weiter, während sie von Michael attackiert wird. Sie bremst überraschend stark und Michael fällt vorn über das Auto. Er liegt zunächst regungslos da, steht aber im nächsten Moment auf. Rachel gibt Vollgas, fährt auf ihn zu und schmettert ihn in den angrenzenden Wald. Währenddessen haben die Polizeibeamten in Haddonfield bemerkt, dass Myers nicht mehr in der Stadt ist. Sie drehen um und treffen am Ort des Schreckens ein. Michael liegt regungslos am Boden. Jamie hat Mitleid und nähert sich ihrem Onkel. Trotz Warnungen von Rachel und Sheriff Meeker nimmt sie Michaels Hand. Dabei erwacht er und versucht sie mit seinem Messer zu töten. Bevor er zustechen kann, wird er vom Sheriff und den Polizisten niedergeschossen. Er fällt rückwärts in einen alten Minenschacht, woraufhin Meeker den Schacht sprengen lässt, um sicherzugehen, dass Myers nicht zurückkommen kann.
Die Beteiligten begeben sich erschüttert zu Jamies Familie nach Hause. Dr. Loomis ist sich sicher, dass das Böse endlich ein für alle Mal besiegt ist. Doch Jamie setzt sich eine Maske auf und holt sich eine Schere. Sie geht auf ihre Stiefmutter zu, die gerade für sie ein Bad einlässt, und stößt mehrere Male zu. Loomis hört ein lautes Schreien und rennt die Treppe hinauf. Dort steht Jamie mit der blutigen Schere und der gleichen Maske wie Michael als Kind, als er seine Schwester ermordet hatte. Dr. Loomis will sie erschießen, wird jedoch in letzter Sekunde vom hinzukommenden Polizeichef davon abgehalten.
Serienerfinder John Carpenters kurze Filmumschreibung für diesen Film sah eine geisterhafte und psychologische Herangehensweise an den Mythos von Michael Myers vor, die Produzenten lehnten diesen Vorschlag jedoch ab und griffen lieber auf den typischen Slasher-Einschlag zurück. John Carpenter wollte daraufhin mit dieser Fortsetzung nichts mehr zu tun haben und distanzierte sich öffentlich in Interviews, mit dem Film in Verbindung gebracht zu werden. Gegen die Benutzung seines Namens konnte er nichts einwenden, weil die Rechte für seine Musik nicht bei ihm liegen, er aber als Komponist des Halloween Themas angegeben werden muss.
Um den Streik der Drehbuchschreiber zu umgehen, wurde das Drehbuch in nur 11 Tagen verfasst. Die Dreharbeiten erstreckten sich über einen Zeitraum von 41 Tagen. Bei einem Budget von fünf Millionen Dollar spielte der Film in den USA 17,8 Millionen US-Dollar ein.
In die Krankenhausszene (Minute 13:54) hat sich ein Fehler eingeschlichen: Michaels zweiter Vorname ist Audrey (zu hören in den zusätzlichen, nicht deutsch synchronisierten Szenen im Original von 1978), also entsprechend mit einem „A“ abzukürzen. In der zu sehenden Szene wird jedoch ein „M“ verwendet.

| Rolle | Schauspieler | Synchronsprecher |
|---|---|---|
| Dr. Sam Loomis | Donald Pleasence | Jochen Striebeck |
| Rachel Carruthers | Ellie Cornell | Katrin Fröhlich |
| Jamie Lloyd | Danielle Harris | |
| Sheriff Ben Meeker | Beau Starr | Klaus Kindler |
| Michael Myers | George P. Wilbur | stumm |
| Dr. Hoffman | Michael Pataki | Peter Thom |
| Kelly Meeker | Kathleen Kinmont | Manuela Renard |
| Brady | Sasha Jenson | Pascal Breuer |
| Earl Ford | Gene Ross | Manfred Erdmann |
| Deputy Pierce | Michael Flynn | Gudo Hoegel |
| Deputy Logan | George Sullivan | Willi Röbke |
| Reverend Jackson P. Sayer | Carmen Filpi | Christian Marschall |
| Sicherheitsbeamter | Raymond O’Connor | |
| Richard Carruthers | Jeff Olson | |
| Darlene Carruthers | Karen Alston | |
| Begleiterin | Nancy Borgenicht | |
| Mann an der Tankstelle | David Jensen | Manfred Erdmann |
| State Police Officer | Donré Sampson | Peter Musäus |
| Soldat | Rand Kennedy | Peter Musäus |
| Wade | Richard Stay |
Erstmals wurde der Film am 21. Oktober 1988 in den Vereinigten Staaten im Kino vorgestellt. In der Bundesrepublik Deutschland startete er am 18. Juni 1989 in den Kinos. Im Deutschen Fernsehen war er erstmals am 25. Dezember 1990 bei RTL plus zu sehen. Der DVD-Titel lautet Halloween 4 – Die Rückkehr des Michael Myers. Der Film wurde am 3. Oktober 2014 von Tiberius Film mit einer deutschen Tonspur auf DVD herausgegeben.
Veröffentlicht wurde der Film 1989 zudem in Australien, auf den Philippinen (Davao), in Spanien, Portugal, im Vereinigten Königreich und in Irland, 1990 in Südkorea, in der Türkei, in Frankreich, in den Niederlanden und in Japan (Videopremiere), 1991 in Brasilien und Argentinien (Videopremiere), 1999 in Kanada (DVD-Premiere), Finnland, Schweden und Mexiko (jeweils DVD-Premiere), 2012 in Singapur (Blu-ray release), 2018 in Polen (TV-release), 2019 in Italien (DVD-Premiere) und 2021 in Israel (Blu-ray release). Veröffentlicht wurde der Film zudem in Bulgarien, Kroatien, Tschechien, Griechenland, Ungarn, Serbien, Slowakei, Südafrika, Sowjetunion, Thailand, in der Türkei, in der Ukraine und in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Die englische, spanische und türkische Version von Halloween 4 war in Deutschland seit 1994 beziehungsweise 1995 indiziert. Die deutsche FSK-18-DVD und die FSK-18-VHS waren daher wegen Inhaltsgleichheit automatisch indiziert. Im August 2013 wurde die Indizierung aufgehoben. Dem Antrag des Rechteinhabers auf vorzeitige Listenstreichung durch die BPjM wurde nach einer erneuten Sichtung stattgegeben. Eine Neubewertung durch die FSK ergab ungeschnitten die Altersfreigabe ab 16 Jahren. Am 31. Oktober 2013 lief im Rahmen einer Halloween-Sondersendung erstmals die ungeschnittene Fassung über den Pay-TV-Sender Sky Action HD im Deutschen Fernsehen.
Die Kritiken fielen gemischt aus.
| Quelle | Bewertung |
|---|---|
| Rotten Tomatoes (Tomatometer) | 39 % |
| Metacritic (Metascore) | 34/100 |
| James Berardinelli | |
| Cinema | |
| Empire Magazine |
Das Lexikon des internationalen Films lobte, die Fortsetzung erreiche zwar nicht das Original, sei jedoch für einige überraschende Momente gut. Die "vorzügliche" und "suggestive" Kameraarbeit von Peter Lyons Collister mache die Atmosphäre der Bedrohung anschaulich. Die Variety beurteilte den Film als schnörkellos und handwerklich solide. Aja Romano vom Nachrichtenportal Vox lobte Donald Pleasence als großartiger Schauspieler, der vom Halloween-Franchise profitiert habe.
Time Out schrieb, die Schocks seien winzig klein, das Drehbuch trotzdem teuflisch. James Berardinelli stellte fest, dass die letzte Minute des Films beunruhigend sei. Der wahre Grund, sich diesen Film anzusehen, sei nicht der vorhersehbare Aufbau, sondern der Cliffhanger. Der Miami Herald schrieb, abgesehen von einigen beeindruckenden Bildern stammten die einzigen unterhaltsamen Teile von Donald Pleasence.
Die Los Angeles Times schrieb, der Zuschauer bekomme abgestandene, schmutzige Tricks und keine Leckereien. In der New York Times stellte Caryn James fest, es scheine, als träten diese Art Filme in ein neues Stadium in einem merkwürdig evolutionären Muster: Während sich die Slasher-Spezies vermehre, würden sie gleichzeitig immer schwächer. Die Washington Post bescheinigte dem Film, die billige Kopie seines Prototyps und nicht halb so viszeral zu sein. Laut Kritiker Chris Stuckmann merke man dem Film an, dass gehetzt worden sei und die Dinge irgendwie zusammengewürfelt wurden.
Academy of Science Fiction, Fantasy & Horror Films, USA 1990
Academy of Science Fiction, Fantasy & Horror Films, USA 2015