
Das Gebäude Hallwylstrasse 4 ist ein Verwaltungsgebäude und ein Baudenkmal in der Schweizer Stadt Bern. Es wurde von 1902 bis 1904 im Stil der Neorenaissance für die Eidgenössische Landestopographie errichtet. Nutzer sind mit Stand Ende 2025 das Bundesamt für Wohnungswesen sowie die Wettbewerbskommission.
Entwerfer waren der Architekt Theodor Gohl und die Direktion der eidgenössischen Bauten. Zwölf Jahre nach der Fertigstellung 1904 erfolgte der Anbau von Erweiterungsbauten. Im Jahr 1953 wurde ein Stockwerk hinzugefügt. Innenumbauten erfolgten 1990 und von 2009 bis 2012. Die Fassaden wurden 2007 saniert und die Wandmalereien restauriert. Nach einer Nutzung durch das Staatssekretariat für Bildung und Forschung zog 2021 das Bundesamt für Wohnungswesen (BWO) ein. Weiterer Nutzer ist die Wettbewerbskommission (WEKO).
Das Bauwerk liegt im Stadtteil IV im Quartier Kirchenfeld-Brunnadern und gehört zur der «Baugruppe Kirchenfeld». Südwestlich liegt das Bundesarchiv, östlich die Swissmint (bis 1998: Eidgenössische Münzstätte).
Das Gebäude wurde im Stil der florentinischen Frührenaissance erbaut. Der Nordflügel ist viergeschossig und elfachsig unter einem Mansarddach. Über einem Sockel aus Hartstein erheben sich anderthalb Geschosse mit Rustikamauerwerk aus Sandstein. Der zweigeschossige Oberbau ist in gelbem Sichtbacksteinen ausgeführt. Die Fensterlünetten des Erdgeschosses zeigen Porträts bekannter Geographen in brauner Ton-in-Ton-Malerei.
Das Bauwerk wurde als «schützenswert» in das Berner Bauinventar aufgenommen.
Koordinaten: 46° 56′ 26,7″ N, 7° 26′ 50,4″ O; CH1903: 600663 / 198851