| Hankar-Haus Maison Hankar Huis Hankar | |
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Hauptfassade des Hankar-Hauses | |
| Daten | |
| Ort | Saint-Gilles/Sint-Gillis, Bezirk Brüssel-Hauptstadt, Belgien |
| Architekt | Paul Hankar |
| Baustil | Jugendstil |
| Baujahr | 1893 |
| Koordinaten | 50° 49′ 38″ N, 4° 21′ 28″ O |
Das Hankar-Haus (Maison Hankar, Huis Hankar) ist ein Stadthaus in Saint-Gilles/Sint-Gillis, Bezirk Brüssel-Hauptstadt, Belgien. Es wurde vom Architekten Paul Hankar im Jugendstil entworfen und von ihm zur Eigennutzung errichtet.
Die Adresse des Hankar-Hauses lautet französisch rue Defacqz / niederländisch Defacqzstraat 71. In dieser Straße hat Paul Hankar 1897 auch das Hôtel Ciamberlani erbaut. In der Nähe befinden sich weitere Meisterwerke des Brüsseler Jugendstils, darunter das Hôtel Solvay, das Hôtel Tassel, das Hôtel Otlet und das Van Rysselberghe Haus.
Paul Hankar ließ das Haus 1893 errichten, im selben Jahr baute Victor Horta das Hôtel Tassel in der nahegelegenen Rue Paul-Émile Janson.
Hankar war jedoch deutlich weniger innovativ als Horta: Der Grundriss blieb traditionell und Jugendstil zeigte sich nur in dekorativen Elementen wie Sgraffiti und schmiedeeisernen Geländern.
Das Gebäude ist seit dem 26. Mai 1975 als Baudenkmal gelistet.
In den Worten von Marcel M. Celis hat das Haus eine Fassade „im Jugendstil, durchzogen von Eklektizismus, durchdrungen von Neogotik, flämischer Neorenaissance, Symbolik und Japonismus“.
Das auffälligste Merkmal der Fassade ist die Polychromie, die einerseits durch mehrere Sgraffiti, andererseits durch die Verwendung von Steinen in kontrastierenden Farbtönen erzeugt wird: roter Backstein, blauer Belgisch Granit, hellbeiger Gobertange-Stein und das Gesteinskonglomerat des sogenannten Puddingsteins in rosa Farbtönen.
Die Fassade weist eine sehr ausgeprägte Asymmetrie auf. Hinter der Fassade befinden sich auf der linken Seite die Wohnräume, die sich auf drei Stockwerke und einen Keller erstrecken und die zwei Drittel der Breite einnehmen, und rechts die Verkehrsflächen (Treppe, Flure), die ein Drittel der Breite beanspruchen.
Auf der rechten Seite der Fassade ist die Eingangstür unter einem Vordach und Fenstern zur Belichtung der Treppe. Auf der linken Seite ist die Fassade mit einem zweistöckigen Fenstererker geschmückt, der von zwei kraftvollen Steinkonsolen getragen wird, die ihn auf der Ebene der Bel-Étage einrahmen. Die Erker sind teilweise mit einer Art eisernem Flechtwerk verkleidet. Zudem zieren Tier- und Blumendarstellungen die beiden Erkerfelder. Der Fenstererker wird von einem Balkon mit zwei schmiedeeisernen Säulenkonstruktionen bekrönt, welche das Gesims unter dem Dach tragen.
Die Fassade ist mit mehreren Sgraffiti von Adolphe Crespin verziert: