Hannes Kilian (* 13. November 1909 in Ludwigshafen am Bodensee; † 1. Dezember 1999 in Wäschenbeuren) war ein deutscher Fotograf.
Kilian ließ sich nach dem Besuch des Gymnasiums (1921–1926) und der Spoerschen Handelsschule (1926–1928) in Überlingen während einer dreijährigen Lehre im schweizerischen Kreuzlingen zum Fotografen ausbilden. Im Anschluss war er von 1931 bis 1933 bei der Fotografie-Firma Grau in Luzern angestellt. Während der Wirtschaftskrise verlor er seine Arbeitserlaubnis für die Schweiz und kehrte nach Deutschland zurück.
Angesichts der Machtübernahme der Nationalsozialisten emigrierte er nach Neapel. 1936 siedelte er nach Paris über. Mit dem Entzug seiner Arbeitserlaubnis kehrte er 1938 nach Stuttgart zurück und arbeitete als Fotojournalist. 1941 wurde er als Kriegsberichterstatter in die Wehrmacht eingezogen und im Russlandfeldzug eingesetzt. Nach Kriegsende arbeitete er wieder als freischaffender Fotojournalist, unter anderem am Staatstheater Stuttgart. Dort hat er mit seiner Frau Gundel Kilian, die ausgebildete Tänzerin ist und der er das Fotografieren beibrachte, die Proben und Aufführungen des Stuttgarter Balletts festgehalten.
Der Nachlass von Hannes und Gundel Kilian befindet sich seit 2001 im Haus der Geschichte Baden-Württemberg.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Kilian, Hannes |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Fotograf |
| GEBURTSDATUM | 13. November 1909 |
| GEBURTSORT | Ludwigshafen am Bodensee |
| STERBEDATUM | 1. Dezember 1999 |
| STERBEORT | Wäschenbeuren |