Nach seiner Reifeprüfung 1961 in Elze (Landkreis Hildesheim) studierte Hans-Gerhard Klinzing Kunstgeschichte, Geschichte und Germanistik an den Universitäten Göttingen, Hamburg und Marburg/L. Im Wintersemester 1968/69 folgte das Staatsexamen für den höheren Schuldienst an der Universität Marburg. Nach einem Halbjahr als Lehrer im Schuldienst setzte Klinzing im Sommersemester 1970 sein Studium an der Eberhard Karls Universität Tübingen fort und zwar im Fach Erziehungswissenschaft. Hier legte er im Wintersemester 1971/72 eine Erweiterungsprüfung im Staatsexamen für das Fach Pädagogik ab. Ab 1971 war er Mitarbeiter am "Zentrum für neue Lernverfahren" des Instituts für Erziehungswissenschaft der Universität Tübingen und promovierte 1975 zum Dr. phil. bei Walther Zifreund. 1983 habilitierte er sich an dieser Hochschule und hatte hier ab 1984 eine Professur auf Zeit inne. Außerdem war er Dozent an der "Internationalen Hochschule für künstlerische Therapien und Kreativpädagogik Calw.". Als Wissenschaftler beschäftigte sich Klinzig vor allem mit neuen Lehr- und Lernverfahren, insbesondere Microteaching.
Veröffentlichungen (Auswahl)
Die Integration von Skilltraining und Interaktionsanalyse in Kursen zum Training des Lehrverhaltens am Zentrum für Neue Lernverfahren der Universität Tübingen. In: Walther Zifreund (Hrsg.): Training des Lehrerverhaltens und Interaktionsanalyse. Beltz, Weinheim 1976, S. 304–350, ISBN 3-407-54022-1.
Microteaching. Training kommunikativer Fertigkeiten zur Gesprächsführung und für Unterricht. Klett, Stuttgart 1978, ISBN 3-12-149850-9 (= Dissertation Universität Tübingen).
Training kommunikativer Fertigkeiten zur Gesprächsführung und für Unterricht (= Neue Lernverfahren, Bd. 2). Lexika-Verlag, Weil der Stadt 1982, ISBN 3-88146-189-2.
(mit Gisela Klinzing-Eurich): Lehrerausbildung im Labor. Ein Überblick über die Forschung in der Bundesrepublik Deutschland. In: Albrecht Leuteritz (Hrsg.): Konkrete Pädagogik. Festschrift für Walther Zifreund zum 60. Geburtstag. Attempto-Verlag, Tübingen 1988, S. 121–140.
(mit Gisela Klinzing-Eurich): Anfangsfertigkeiten des Fragestellens. Evaluation eines Trainingsprogramms. In: Ebd., S. 141–157.
Steigerung von Klarheit, sozialem Klima, Interessantheit und nichtverbaler Ausdruckskraft bei Vorträgen durch systematisches Training. In: Peter Hübner (Hrsg.): Lehrerbildung in Europa vor den Herausforderungen der 90er Jahre. ATEE, Brussels 1988, S. 75–94, ISBN 3-924010-02-1.
Research on teacher education in West Germany. In: Richard P. Tisher (Hrsg.): Research in teacher education. International perspectives. The Falmer Press, London 1990, S. 89–103, ISBN 1-85000-782-9.
(mit Robert E. Floden): Learning to moderate discussions. In: William W. Wilen (Hrsg.): Teaching and learning though discussion. The theory, research and practice of the discussion method. Thomas, Springfield, Ill. 1990, S. 175–202, ISBN 0-398-05689-7.
Interagieren als Experimentieren. In: Hans-Gerhard Klinzing (Hrsg.): Neue Lernverfahren. Zweite Festschrift für Walther Zifreund aus Anlaß seiner Emeritierung. Dgvt-Verlag, Tübingen 1998, S. 231–339, ISBN 3-87159-022-3.
Training der Beobachtungs- und Interpretationsfähigkeit nichtverbaler Zeichen und Signale in der Mimik. In: Ebd., S. 341–356.
Wie effektiv ist Microteaching? Ein Überblick über fünfunddreißig Jahre Forschung. In: Zeitschrift für Pädagogik, Bd. 48 (2002), H. 2, S. 194–214.
(Mithrsg. u. Mitautor): Nonverbale Prozesse in der Psychotherapie. dgvt-Verlag, Tübingen 2004, ISBN 3-87159-047-9.
Festschrift
Andreas Rupp (Hrsg.): Moderne Konzepte in der betrieblichen und universitären Aus- und Weiterbildung. Festschrift für Hans Gerhard Klinzing. 3. überarb. u. erw. Aufl. DGVT-Verlag, Tübingen 2010, ISBN 978-3-87159-825-8.