Hans Fjellestad

Hans Jørgen Fjellestad (* 2. Mai 1968) ist ein amerikanischer Filmschaffender und Musiker (Piano, Orgel, Synthesizer, Komposition).

Leben und Wirken

Fjellestad, der klassischen Klavierunterricht hatte, studierte Musikkomposition und Improvisation an der University of California, San Diego, wo er 1993 mit dem Bachelor abschloss. Dann komponierte er Werke für Film, Video, Theater und Tanz. Zunächst war er vorrangig als Pianist und Synthesizerspieler tätig – sowohl als Solokünstler als auch in Zusammenarbeit mit Musikern wie Muhal Richard Abrams, George Lewis, Peter Kowald, Lê Quan Ninh, Lisle Ellis, Miya Masaoka, Money Mark, Yoshimi P-We oder Tetsu Saitoh. Mit Damon Holzborn bildete er das Duo Donkey (Stone 2007); er trat auch als 33 auf. Seine Musik wurde von den Labels Hollywood Records, Accretions Records, Circumvention Music, Brain Escape Sandwich, Barely Auditable Records, Pan Handler und Vinyl Communications veröffentlicht. Von 2008 bis 2011 war er Artist in Residence am Steve Allen Theater in Hollywood, wo er die Live-Musik-Reihe „ResBox“ kuratierte und moderierte.

2002 führte Fjellestad Regie bei seinem ersten Dokumentarfilm, Frontier Life, der sich mit der Stadt Tijuana in Mexiko und ihrer Underground-Szene für elektronische Musik befasst. Dann realisierte er Moog, einen Dokumentarfilm über den Synthesizer-Pionier Robert Moog, der 2004 auf dem Internationalen Filmfestival Karlovy Vary uraufgeführt wurde.

Fjellestad führte weiterhin Regie bei den abendfüllenden Dokumentarfilmen When the World Breaks (2010), Sunset Strip (2012), Sounding the Space (2014), Radio Caroline (2018) sowie Luís Bermudez: Sobre La Vida (2026) und produzierte diese auch. Zudem war er als Autor und Produzent an The Heart is a Drum Machine (2009), M-ON! Monthly Icon: L'Arc-en-Ciel (2012) und Rock Camp (2021) beteiligt; bei American Clown (2025) fungierte er als Kameramann.

Fjellestad hat weiterhin Hunderte von Interviews sowie Aufnahmen zahlreicher Konzerte, Live-Veranstaltungen und Dokumentarfilmprojekte realisiert. Seine Arbeiten wurden weltweit in Kinos und auf Festivals gezeigt sowie bei Fernsehsendern wie ABC, BBC oder Arte, aber auch bei Streaming-Anbietern wie Netflix oder Prime Video ausgestrahlt.

Zu Fjellestads Arbeiten im Bereich Videoproduktion zählen Projekte für Mode Records, Steinway, Titmouse, GLAAD, Vogue Living, Health Corps Haiti, die Community Corporation of Santa Monica, das Rock and Roll Fantasy Camp, Not Real Art und das California Roots Festival. Er ist leitender Produzent bei Crewest Studio, einem auf Kunst ausgerichteten Medienproduktionshaus.

Seit 2015 ist Fjellestad als Dozent an der UCLA Herb Alpert School of Music tätig; sein Schwerpunkt liegt dabei auf der Musikbetreuung (Music Supervision) für visuelle Medien.

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 5 6 Hans Fjellestad. In: UCLA. Abgerufen am 30. Oktober 2026 (englisch).
  2. ↑ François Couture: 33 Review. In: Allmusic. 2003, abgerufen am 20. Oktober 2026 (englisch).
  3. ↑ Frontier Life. In: filmfrasor.no. Abgerufen am 30. Oktober 2026 (englisch).
  4. ↑ Moog. In: zu33.com. Abgerufen am 30. Oktober 2026 (englisch).
  5. ↑ Hans Fjellestad bei IMDb