Hans Friedel

Johann „Hans“ Friedel (* 1. Oktober 1935 in Rauenzell; † 7. Januar 2018 in Mömbris) war ein deutscher Oberlehrer, Heimatforscher und Chronist.

Leben

Hans Friedel wurde 1935 in Rauenzell in Mittelfranken als Sohn der Bauersleute Johann und Barbara Friedel geb. Häfelein geboren. Er besuchte das Humanistische Gymnasium in Ansbach und Eichstätt und absolvierte nach dem Abitur 1956 eine Ausbildung zum Lehrer an Volksschulen am Institut für Lehrerbildung in Würzburg. Tätig war er an den Volksschulen in Rittershausen, Aub bei Ochsenfurt, Partenstein, Schimborn, Leinach im Grabfeld, Feldkahl und Rottenberg.

Das Fach Heimatkunde an der Volksschule in Feldkahl, wo er als Lehrer wirkte, weckte sein Interesse für Heimatforschung. Seine Heirat im Jahr 1966 mit Christel Rosenberger aus Schimborn verwurzelte ihn mit der Gemeinde. Friedel erforschte die Heimatgeschichte der Gemeinde und der Pfarrei Schimborn. Im Jahr 2000 gab er eine zweibändige Ortschronik heraus. Mit der Chronik der Pfarrei Schimborn, in der auch die Geschichte der Filiale Daxberg mit einfloss, vollendete Friedel sein Lebenswerk.

Hans Friedel war 1970 Initiator und zeitweise Vorsitzender des Volkstrachtenvereins „Kahlgründer“ Schimborn. Des Weiteren war er maßgeblich an der Gründung des Vereinsrings Schimborn beteiligt. Er setzte sich als Mitinitiator für die Schaffung eines Jugendzeltplatzes in den Bornellern ein. Im Jahr 1985 gründete Friedel den „Verein zur Erhaltung der alten Kirche Schimborn“ und war auch dessen Vorsitzender. Um das erforderliche Geld für die Renovierung der alten Kirche von Schimborn zu beschaffen, wurde das Johannisfeuer ins Leben gerufen und mit einem Fest jährlich gefeiert. Er war auch die treibende Kraft zur Erbauung eines Dorfbrunnens in Schimborn. Friedel wollte den Brunnen unterhalb der alten Kirche auf dem Stand-Platz des ehemaligen Schulbrunnens entstehen lassen. Der Gemeinderat beschloss jedoch, den Brunnen hinter dem alten Schulhaus (Rathaus) an einem abgelegenen Platz zu errichten.

Hans Friedel war Mitglied in verschiedenen Ortsvereinen von Schimborn (Musikverein, Volkstrachtenverein, Wanderverein usw.), im Geschichtsverein Mömbris und in der Arbeitsgemeinschaft für Heimatforschung „Unser Kahlgrund“.

Friedel verfasste und veröffentlichte unzählige heimatgeschichtliche Artikel in der Tageszeitung Main Echo, sowie im Spessart-Heft des Spessartbundes, im Geschichtsblatt des Geschichtsvereins Mömbris und im Heimatjahrbuches Unser Kahlgrund. Die Krönung seines Schaffens war die Altarweihe in der alten Kirche in Schimborn, sowie die Herausgabe seiner beiden Bücher Schimborn, das Dorf und die Pfarrei. Hans Friedel verstarb nach längerer Krankheit und wurde am 13. Januar 2018 auf dem Friedhof in Schimborn beigesetzt.

Ehrungen

Werke

* Hans Friedel: Spessart, Monatsschrift des Spessartbundes.

* Hans Friedel: Unser Kahlgrund, Heimatjahrbuch.

* Hans Friedel: Feldkahl, Chronik, 1990.

* Hans Friedel: Main Echo, Tageszeitung.

* Hans Friedel: Beiträge zur Geschichte der Marktgemeinde Mömbris, Heimat- und Geschichtsverein Mömbris.

* Hans Friedel: Schimborn Geschichte des Dorfes, 2000.

* Hans Friedel: Schimborn Geschichte der Pfarrei, 2000.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Traueranzeige im Main-Echo vom 9. Januar 2018, abgerufen am 13. Januar 2018.
  2. ↑ Veröffentlichungen in Bayerische Staatsbibliothek abgerufen am 13. Januar 2018.
  3. ↑ Ehrenbriefverleihung im Main-Echo vom 20. November 2010, abgerufen am 13. Januar 2018.
  4. ↑ Ehrenbriefverleihung (Memento des Originals vom 15. Januar 2018 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. in Mömbris vom 17. November 2010, abgerufen am 14. Januar 2018.
Personendaten
NAME Friedel, Hans
ALTERNATIVNAMEN Friedel, Johann
KURZBESCHREIBUNG deutscher Oberlehrer, Heimatforscher, Chronist
GEBURTSDATUM 1. Oktober 1935
GEBURTSORT Rauenzell
STERBEDATUM 7. Januar 2018
STERBEORT Mömbris