Hans Frohne (* 1905 in Dresden; † nach 1955) war ein deutscher Maler und Zeichner. Bekannt wurde er vor allem durch idealisierte Figurenbilder, männliche und weibliche Akte und symbolistisch-klassizistische Kompositionen.
Hans Frohne wurde 1905 in Dresden geboren. Ab 1922 studierte er an der Akademie der Bildenden Künste in München. Anschließend hielt er sich längere Zeit in Italien auf. Später lebte und arbeitete er in Berlin. 1934 wurde ein „Selbstbildnis“ Frohnes in der Kunstzeitschrift Die Weltkunst erwähnt.
1937 war Frohne mit fünf Harztemperabildern auf der Frühjahrsausstellung der Preußischen Akademie der Künste in Berlin vertreten: Knaben in Landschaft, Erzgebirge, Der Weg, Böhmische Landschaft und Schlafende Prinzessin.
Während der Zeit des Nationalsozialismus entstanden mehrere Werke mit männlichen Aktfiguren und arkadisch-mythischen Szenen. Seine Bildsprache steht in Nähe zu klassizistischen und symbolistischen Tendenzen der Zeit. Mehrere Werke Frohnes können wegen ihrer Konzentration auf jugendliche männliche Körper homoerotisch interpretiert werden. Dazu zählen etwa Knaben im Paradies, Knabe als Fortuna und Hingestreckt auf heißem Sand. Ein gesicherter Nachweis über Frohnes sexuelle Orientierung ist nicht bekannt.
Im Februar 1945 brachte Frohne nach der Zerstörung Dresdens offenbar große Teile seines Werkes nach Teplitz-Schönau, dem heutigen Teplice in Tschechien. Danach verliert sich seine Spur weitgehend.
Frohnes Werk bewegt sich stilistisch zwischen Symbolismus, Neoklassizismus und akademischer Figurenmalerei. Charakteristisch sind idealisierte männliche Akte, mythologische und allegorische Szenen.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Frohne, Hans |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Maler und Zeichner |
| GEBURTSDATUM | 1905 |
| GEBURTSORT | Dresden |
| STERBEDATUM | nach 1955 |