Hans Geidel (* 17. Mai 1926 in Hameln; † 3. Dezember 2020 in Stuttgart) war ein deutscher Informatiker, er gilt als Pionier der digitalen Agrarstatistik in Deutschland. Seit 1976 war er Honorarprofessor der Universität Hohenheim.
Geidel studierte Mathematik, Physik und Chemie an der Universität Hannover mit Staatsexamen für das Höhere Lehramt 1951. Während seiner Zeit als Mathematiker beim Bundessortenamt war er für die statistische Auswertung der Sortenprüfungen verantwortlich. An der Universität Gießen wurde er 1956 zum Dr. rer nat promoviert. Von 1961 bis 1963 war er Leiter der mathematisch statistischen Auswertungsstelle der Forschungsanstalt für Landwirtschaft in Braunschweig-Völkenrode. Im Jahr 1963 erhielt Geidel einen Lehrauftrag für Statistik und den Auftrag zum Aufbau des Rechenzentrums der Universität Hohenheim. Seine Hauptforschungsgebiete waren Biometrie, Statistik und Informatik. Gemeinsam mit Ludwig Reiner und Anton Mangstl engagierte er sich für den Aufbau der Agrarinformatik in Deutschland. In diesem Zusammenhang erhielt er einen Lehrauftrag für Biometrik an der Universität Gießen. Hans Geidel wurde 1976 zum Honorarprofessor der Universität ernannt, er trat 1988 in den Ruhestand.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Geidel, Hans |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Agrarinformatiker |
| GEBURTSDATUM | 17. Mai 1926 |
| GEBURTSORT | Hameln |
| STERBEDATUM | 3. Dezember 2020 |
| STERBEORT | Stuttgart |