Hans W. Scheibner

Hans W. Scheibner (* 15. Juni 1944 in Zwenkau) ist ein deutscher Maler, Grafiker und Bühnenbildner und war Theaterleiter.

Leben und Werk

Hans-Wilfried Scheibner absolvierte von 1959 bis 1962 eine Lehre als Dekorationsmaler. 1960 nahm er in Leipzig im VEB Schwermaschinenbau S. M. Kirow am Zeichenzirkel von Thomas Weise (* 1931) teil, und 1961 nahm er Unterricht bei Hellmuth Chemnitz. Von 1962 bis 1966 hatte er in Leipzig mit Hans-Hendrik Grimmling ein Atelier, wo dann auch Gottfried Richter und Lutz Friedel arbeiteten.

Scheibner war ab 1967 mit Heidemarie geb. Kwiatkowski verheiratet, mit der er nach Altlandsberg zog. 1968 wurde ihr Sohn Henk geboren. Scheibner arbeitete 1967 an der Berliner Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz als Bühnenbildassistent bei Manfred Grund, Carl Hoffmann (* 1930) und Heinrich Kilger. 1968/1968 studiert er Malerei bei Werner Tübke an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig und von 1969 bis 1972 an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee Bühnenbild bei Kilger. Daneben war er 1970 bei Volkmar Otte (* 1942) Mitglied der Pantomimenbühne Berlin, des ersten Off-Theaters der DDR, dem späteren Pantomimen-Ensemble des Deutschen Theaters. 1971 lebte und arbeitete er gemeinsam mit der Kunststudentin Cornelia Schütz in Berlin-Johannisthal und Senzig. 1973 ließ er sich auf eigenen Wunsch an der Kunsthochschule exmatrikulieren. Danach arbeitete er als Bühnenbildner in Anklam und Nordhausen. 1974 hatte er in der Leipziger Galerie am Sachsenplatz mit Curt Querner seine erste Ausstellung und begegnete er Karin Zimmermann, mit der er eine gemeinsame Wohnung bezog. 1975 zog er mit ihr und dem Sohn Kay nach Wismar. Dort arbeitete er im Atelier am Wassertor. 1978 zogen sie in das alte Schmiede- und Försterhaus in Lübow-Maßlow. Über Hartmut Lorenz (* 1945), dem damaligen Leiter der Fachrichtung Puppenspielkunst an der Staatlichen Schauspielschule Berlin, kam er 1980 mit dem Puppentheater Wismar in Kontakt, und beide führten dort gemeinsam Regie. 1982 wurde Scheibners Tochter Anna geboren. 1988 machte er mit Lorenz die Ausstattung und Regie der Inszenierung der Dreigroschenoper am Puppentheater Berlin.

Von 1974 bis 1990 war Scheibner Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR. Seine Mentorin für die Kandidatenzeit war Nuria Quevedo. Er unternahm 1973 und 1976 Studienreisen in die Sowjetunion und reiste im Auftrag des Puppentheaters Berlin 1989 nach Göttingen und Westberlin, wo er sich auch mit seinen Maler-Freunden Grimmling, Friedel, Wolfgang Reinke (* 1942) und Vera Schwelgin (* 1943) traf.

1988 und ab 1996 war er Gastdozent in der Abteilung Puppenspiel der Schauspielschule Ernst Busch in Berlin. Von 1991 bis 1993 war er Direktor und Regisseur des neu gegründeten Kammer- und Puppentheaters am Theater Wismar. Dessen Inszenierung von Ganz weit woanders nach der Novelle Das Lächeln am Fuße der Leiter von Henry Miller, bei der er Regie führte, errang internationale Anerkennung.

Danach war Scheibner freischaffend als Maler, Bildhauer und Regisseur tätig. Von 2000 bis 2001 war er Direktor des Theaters Wismar, von 2002 bis 2018 Dozent an der Rostocker Technischen Kunstschule und ab 2018 an der Hochschule Wismar.

Museen und öffentliche Sammlungen mit Werken Scheibners (möglicherweise unvollständig)

Werkbeispiele

Ausstellungen (unvollständig)

Einzelausstellungen

Teilnahme an zentralen und wichtigen regionalen Ausstellungen in der DDR

Literatur

Einzelnachweis

  1. ↑ Theater in München - Ganz Weit Woanders. Abgerufen am 8. März 2026.
Personendaten
NAME Scheibner, Hans W.
KURZBESCHREIBUNG deutscher Maler, Grafiker, Bühnenbildner und Theaterleiter
GEBURTSDATUM 15. Juni 1944
GEBURTSORT Zwenkau