Hans von Bomhard

Hans Ludwig von Bomhard (* 21. November 1904 Forsthaus Magelrain Gemeinde Rosheim Bezirk Unter-Elsaß; † 2. Juni 1984 in München) war ein deutscher Notar, Bergsteiger und Funktionär des Deutschen Alpenvereins (DAV).

Leben

Bomhard stammt aus einem in mehreren Zeitstufen 1864 und 1884 nobilitierten bayerischen Adelsgeschlecht, war der Sohn des Oberforstmeisters Eduard von Bomhard (* 1871) und der Lily Mappes (* 1879). Nach Ende des Ersten Weltkrieges wurden er mit seinen Eltern 1919 aus dem Elsass ausgewiesen. Hans hatte einen älteren Bruder Ernst, der Rechtsanwalt wurde. Der Vater war zudem Hauptmann a. D. der Landwehr und Vorsitzender des Familienverbandes, dem wohl auch die ältere Familienlinie, geadelt 1837 und 1878, angehörte.

In Darmstadt legte er das Abitur ab und studierte anschließend Rechtswissenschaften und Nationalökonomie an den Universitäten Heidelberg und München. Danach arbeitete er ab 1933 als Notar in Coburg, wechselte 1937 nach Weilheim und 1959 nach Miesbach. Er war von 1967 bis 1973 Vorstandsmitglied der Landesnotarkammer Bayern und von 1969 bis 1974 Präsident der Bayerischen Notarkasse.

Bereits während des Studiums wurde Hans von Bomhard Mitglied der Sektion Hochland des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins (DuOeAV). Während seiner Zeit in Coburg trat er 1933 der SA und dem NS-Rechtswahrerbund bei. 1934 wurde er außerdem Mitglied der Sektion Coburg des DuOeAV. Zum 1. Mai 1937 trat er der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 3.943.195) Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte seine Einstufung als Mitläufer.

Hans von Bomhard gehörte als Mitglied der „Zwölf Apostel“ zu denjenigen Bergsteigern, die 1950 den Weg zur Wiedergründung des Deutschen Alpenvereins ebneten. Er war von 1958 bis 1964 als Vorsitzender des Verwaltungsausschusses Zweiter DAV-Vorsitzender. Danach war er von 1965 bis 1969 Vizepräsident der Union Internationale des Associations d’Alpinisme (UIAA). Außerdem zählt er zu dem Mitbegründer der 1969 entstandenen „Gesellschaft der Freunde und Förderer des Deutschen Alpenvereins“, deren Schatzmeister er bis 1977 war.

Neben seiner Mitgliedschaft im DAV war er Schriftleiter und von 1957 bis 1972 stellvertretender Vorsitzender des Vereins zum Schutz der Alpenpflanzen und -tiere.

Familie

Hans von Bomhard heiratete 1929 in München die in der Schweiz geborene Mathilde Schmelzer. Das Ehepaar hatte drei Kinder.

Ehrungen

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der Deutschen Adelsgenossenschaft (DAG). Teil B (Briefadel). 1942. Jahrgang 34, Justus Perthes, Gotha 1941, S. 40 f.
  2. ↑ Bundesarchiv (BArch) R 9361-VIII KARTEI/3400017.
Personendaten
NAME Bomhard, Hans von
KURZBESCHREIBUNG deutscher Notar, Bergsteiger und Funktionär des Deutschen Alpenvereins (DAV)
GEBURTSDATUM 21. November 1904
GEBURTSORT Grendelbruch
STERBEDATUM 2. Juni 1984
STERBEORT München