Harry Gordon Johnson (* 26. Mai 1923 in Toronto; † 9. Mai 1977 in Genf) war ein kanadischer Wirtschaftswissenschaftler und Hochschullehrer. In seinen zahlreichen Veröffentlichungen beschäftigte er sich mit der Makroökonomie, den Welthandel und der Geldpolitik. Er stand den Lehren von Joseph Schumpeter und John Maynard Keynes nahe. Einige seiner Arbeiten wurden auch in die deutsche Sprache übersetzt.
Harry Gordon Johnson studierte Rechtswissenschaft und Wirtschaftswissenschaft an der University of Toronto und legte dort 1943 die Bachelorprüfung ab. Anschließend unterrichtete er bis 1944 Wirtschaftswissenschaft an der Saint Francis Xavier University. Während seines Kriegsdienstes bei der kanadischen Armee kam er 1945 nach Großbritannien, wo er sein Studium nach dem Zweiten Weltkrieg an der University of Cambridge fortsetzen konnte. Dort erwarb er 1946 einen weiteren Bachelorgrad, gefolgt 1947 von der Magisterprüfung an der University of Toronto. Sein Promotionsstudium erfolgte an der Harvard University und begann 1948 mit einer Magisterprüfung und 1958 der Promotion zum Ph.D. Als Dozent war Johnson von 1949 bis 1956 an der University of Cambridge tätig, wo er 1951 ebenfalls einen Magistergrad erwarb. Bis 1959 war er Professor an der University of Manchester und bis 1974 an der University of Chicago. Außerdem lehrte er von 1966 bis 1974 an der London School of Economics and Political Science und ab 1976 an der Universität Genf.
Johnson wurde durch mehrere Ehrendoktorwürden von Universitäten in Kanada und Großbritannien geehrt. Er war u. a. Mitglied der British Academy, der Royal Society of Canada und seit 1964 der American Academy of Arts and Sciences. 1976 erhielt er den „Order of Canada“ (Officer).
als Herausgeber
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Johnson, Harry Gordon |
| KURZBESCHREIBUNG | kanadischer Wirtschaftswissenschaftler |
| GEBURTSDATUM | 26. Mai 1923 |
| GEBURTSORT | Toronto |
| STERBEDATUM | 9. Mai 1977 |
| STERBEORT | Genf |