Hartmut Ruddies

Das Grab von Hartmut Ruddies und seiner Ehefrau Hildegard Hamdorf-Ruddies auf dem Laurentiusfriedhof (Halle)

Hartmut Ruddies (* 2. November 1946 in Leer (Ostfriesland); † 3. Juli 2020 in Halle (Saale)) war ein deutscher evangelischer Systematischer Theologe.

Leben und Wirken

Ruddies verbrachte Kindheit und Jugend in Leer, später im Rheinland. Er entstammte einer Familie aus dem Memelland. Er studierte Theologie und Geschichte an der Kirchlichen Hochschule in Wuppertal sowie an den Universitäten Bonn und Göttingen. Dabei folgte er jeweils den Stationen seines wichtigsten theologischen Lehrers, Hans-Georg Geyer. Bei ihm arbeitete er als Assistent zunächst in Göttingen und von 1982 bis 1989 an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, bevor er als Mitarbeiter am Karl-Barth-Institut nach Göttingen zurückkehrte. 1994 schloss er in Göttingen seine Promotion zum Verhältnis zwischen Karl Barth und der liberalen Theologie ab. 2002 folgte er seiner Frau Hildegard Hamdorf-Ruddies (1952–2018), die die Leitung des Seelsorgeseminars der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland übernommen hatte, nach Halle (Saale). Hier entfaltete er an der Theologischen Fakultät bis zu seinem Lebensende eine umfangreiche Lehrtätigkeit.

Außerdem wirkte er regelmäßig als Gastdozent am Theologischen Seminar der Evangelisch-lutherischen Kirche in Russland, der Ukraine, in Kasachstan und Mittelasien (ELKRAS) in Nowosaratowka bei St. Petersburg. Daneben war er seit den 1990er Jahren Vorstandsmitglied der Ernst-Troeltsch-Gesellschaft sowie langjähriger Präsident der jährlichen Karl-Barth-Tagung auf dem Leuenberg (in Hölstein bei Basel).

Hartmut Ruddies starb am 3. Juli 2020 in Halle.

Publikationen (Auswahl)

Literatur

Personendaten
NAME Ruddies, Hartmut
KURZBESCHREIBUNG deutscher evangelischer systematischer Theologe
GEBURTSDATUM 2. November 1946
GEBURTSORT Leer (Ostfriesland)
STERBEDATUM 3. Juli 2020
STERBEORT Halle (Saale)