Haus Visbeck

Marienkapelle und Haus Visbeck
Luftbild (2014)
Marienkapelle neben Haus Visbeck

Haus Visbeck nahe Dülmen in Nordrhein-Westfalen ist ein ehemaliges Rittergut, von dem heute noch ein Teil der Gebäude sowie die Marienkapelle existieren.

Geschichte

Marienkapelle bei Haus Visbeck

Schon 1186 wurde das Haus als Villa Visbeck als Lehnsgut im Urbar des Klosters Werden erwähnt. Seit 1338 waren die Herren von Visbeck Besitzer des nunmehr als Rittergut genutzten Komplexes – ein Wehrbau auf zwei Inseln. Das Geschlecht der Herren von Visbeck starb 1540 aus und damit fanden die Gebäude weitere Besitzer, zuletzt die Familie Droste zu Vischering, die es bis in das 20. Jahrhundert hinein besaß.

Die Marienkapelle stammt aus dem 18. Jahrhundert und ist somit deutlich jünger als das Haus Visbeck selbst. Ihr Baumeister war Johann Conrad Schlaun. Eine Szene der Wilsberg-Folge Die Wiedertäufer wurde in der Kapelle gedreht.

Am 14. März 2023 zerstörte ein Feuer Teile der Gebäude des Ritterguts.

Heute befindet sich Haus Visbeck in Privatbesitz.

Lage

Haus Visbeck liegt südöstlich der Stadt Dülmen nahe der Bundesstraße 474. Es gehört zum Kirchspiel Dülmen und liegt in der Bauerschaft Dernekamp.

Umgebung

Reste des ehemaligen Krupp’schen Schieß- und Versuchsplatzes bei Haus Visbeck

In der näheren Umgebung des Hauses Visbeck befinden sich zwei bemerkenswerte Anlagen:

Literatur

Commons: Haus Visbeck – Sammlung von Bildern
Commons: Marienkapelle – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. ↑ Guido Autermann: Die Marienkapelle Visbeck — Baugeschichte und Baubeschreibung (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.. Dülmener Heimatblätter, Heft 1, 2004.
  2. ↑ Dülmen-Visbeck, ehem. Atomwaffenstandort (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.). Atomwaffen A–Z.
  3. ↑ Dietmar Rabich: Der Krupp’sche Schieß- und Versuchsplatz in Visbeck. Dülmener Heimatblätter, Heft 2, Jahrgang 59, 2012. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.

Koordinaten: 51° 47′ 42,1″ N, 7° 20′ 5,8″ O