Headless (Film)

Film
Titel Headless
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2015
Länge 78 Minuten
Produktions­unternehmen Forbidden Films
Stab
Regie Arthur Cullipher
Drehbuch Nathan Erdel
Produktion
Musik
  • Mike Anderson
  • Arthur Cullipher
  • Magician Johnson
  • James Nash
Kamera Leya Taylor
Schnitt
  • Arthur Cullipher
  • Scott Schirmer
Besetzung
Chronologie
← Found

Headless ist ein US-amerikanischer Slasherfilm von Arthur Culliper aus dem Jahr 2015. Er basiert auf dem Film Found – Mein Bruder ist ein Serienkiller (2012) von Scott Schirmer, der bei Headless auch als Produzent auftritt. Dort handelte es sich um einen Fake-Film, der auf das Jahr 1978 datiert war.

Handlung

Vor dem Film ist ein Fake-Trailer zum Werwolf-Film Wolf Baby zu sehen.

Der Film handelt von einem namenlosen Killer, der mit Totenkopf-Maske auftritt. Er tötet vornehmlich junge Frauen, die er foltert, köpft und sich anschließend an dem abgetrennten Kopf vergeht. Er wurde als Kind von seiner Mutter in einem Hundekäfig gehalten und von seiner Schwester gequält, bis er beide tötete. Dabei wird er unterstützt von einem imaginären Abbild seiner selbst im Kindesalter.

Sein letztes Opfer ist die Freundin eines Rockmusikers, die er nach einem Auftritt in ihrer Wohnung überfällt und zusammen mit ihrem Freund in seinem Haus quält und tötet.

Hintergrund

Headless war ein Fake-Slasherfilm, der als Film im Film in Found – Mein Bruder ist ein Serienkiller (2012) von Scott Schirmer integriert war. Datiert auf das Jahr 1978, also das Geburtsjahr des modernen Slasherfilms mit Halloween – Die Nacht des Grauens diente er im Film als Beispiel für einen grafischen Splatterfilm. Der Film wurde immer wieder nachgefragt, so dass man sich entschloss, ihn über eine Crowdfunding-Kampagne zu finanzieren. Da Schirmer selbst kein Interesse an einem Slasher hatte, fragte er den Spezialeffektkünstler Arthur Culliper an, ob er den Film realisieren würde. Culliper sagte zu und der Film wurde mit einem Budget von 15.000 US-Dollar realisiert. Der Film wurde innerhalb von 15 Tagen, verteilt auf vier Wochen im September und Oktober 2014 gedreht. Schirmer selbst bediente die zweite Kamera und war als Produzent beteiligt.

Der Fake-Trailer zu Wolf Baby wurde von David E. W. Pruett gedreht, der für Teile der Spezialeffekte zuständig war. Es handelt sich dabei um einen nie realisierten Kurzfilm von ihm.

Veröffentlichung

Im deutschsprachigen Raum wurde Headless 2015 zunächst als Kurzfilm dem Mediabook von Found – Mein Bruder ist ein Serienkiller beigelegt. Eine eigene Veröffentlichung folgte am 18. April 2019 über Illusions Unltd. als Mediabook in Österreich.

Rezeption

Headless ist ein harter Splatterfilm, der vor allem auf Schockwirkung setzt und daher am Ehesten mit A Serbian Film vergleichbar ist. Lobend besprochen wurde er von HorrorNews.net mit 4,5 von 5 Punkten. Der Rezensent schrieb: „Unter dem Strich wird man den Film entweder lieben oder zutiefst hassen. Hier gibt es absolut KEINEN Mittelweg: Entweder man begeistert sich für die schiere Kühnheit von ‚Headless‘, oder man rennt schreiend davon. So oder so hat der Film sein Ziel erreicht.“ Auf PopHorror.com heißt es: „Obwohl Headless für manche Zuschauer vielleicht etwas zu viel des Guten sein könnte, würden sich diejenigen, die auf der Suche nach extremeren und verdorbeneren Werken sind, selbst einen schlechten Dienst erweisen, wenn sie den Film links liegen lassen würden.“ Auf Severed Cinema schrieb Richard Taylor: „Ich kann euch beide Filme wärmstens empfehlen. Mir haben beide gefallen – sie bieten eine intellektuelle Perspektive auf das Horrorgenre: Found besticht durch seine psychologische Kraft, während Headless ein unvergleichliches, gnadenloses Blutbad ist. Der Film ist wie ein heftiger Tritt in die Eier – einer der besten Horrorfilme des Jahres und mein Favorit unter den beiden“.

Einzelnachweise

  1. 1 2 Headless - Interview mit Steve Schirmer. In: Headless Mediabook. Digital Illusions, 2019.
  2. ↑ Headless in der Online-Filmdatenbank; abgerufen am 3. August 2026.
  3. ↑ Headless - Ungekürzte Mediabooks von Illusions im April 2019 (Schnittberichte.com). 19. März 2019, abgerufen am 3. August 2026.
  4. ↑ Film Review: Headless (2015). In: Horror News | HNN. 1. Februar 2017, abgerufen am 3. August 2026 (amerikanisches Englisch): „Bottom line is, you’re either gonna love it or hate it to pieces. There is absolutely NO middle ground to be found here, you’re either gonna revel in the sheer audaciousness of Headless, or run away from it screaming bloody murder. Either way, it has succeeded in what it set out to do.“
  5. ↑ Review - Headless (2015) - PopHorror. In: PopHorror. 28. März 2016 (pophorror.com [abgerufen am 3. August 2026]): „While Headless might prove a bit too much for some viewers, those in the market for more extreme and depraved fare will do themselves a disservice if they pass up Headless.“
  6. ↑ Chris Mayo: Severed Cinema - Horror Movie Reviews, Cult, Obscure Movie Reviews, News, Interviews, Screenshots, DVD, VHS, Blu-ray and More - Found and Headless - Forbidden Films. Archiviert vom Original am 12. September 2019; abgerufen am 3. August 2026: „I highly recommend checking out both films. I enjoyed them both and they give you a thinking man’s perspective on horror with Found 's psychological power and an all-out visceral gore-fest like no other with Headless. It’s like a swift kick in the nuts -- one of the top horror movies of the year and my favorite of the two.“