| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 53° 39′ N, 9° 14′ O | |
| Bundesland: | Niedersachsen | |
| Landkreis: | Cuxhaven | |
| Samtgemeinde: | Hemmoor | |
| Höhe: | 0 m ü. NHN | |
| Fläche: | 30,73 km² | |
| Einwohner: | 3631 (31. Dez. 2025) | |
| Bevölkerungsdichte: | 118 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 21755 | |
| Vorwahl: | 04774 | |
| Kfz-Kennzeichen: | CUX | |
| Gemeindeschlüssel: | 03 3 52 020 | |
| LOCODE: | DE 75P | |
| Gemeindegliederung: | 6 Ortschaften | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Marktplatz 4 21755 Hechthausen | |
| Website: | www.hechthausen.de | |
| Bürgermeister: | Erwin Jark (SPD) | |
| Lage der Gemeinde Hechthausen im Landkreis Cuxhaven | ||


Hechthausen (niederdeutsch Heckthusen), auch genannt „das Tor zum Cuxland“, ist eine Gemeinde im Osten des niedersächsischen Landkreises Cuxhaven. Sie gehört zur Samtgemeinde Hemmoor.
Hechthausen wird im Norden, Osten und Süden vom Flusslauf der Oste begrenzt, die hier von der Niederelbebahn Cuxhaven–Stade–Hamburg und der fast parallel dazu verlaufenden Bundesstraße 73 gekreuzt wird.
Die heutige Gemeinde wurde aus den folgenden sechs Mitgliedsgemeinden der ehemaligen Samtgemeinde An der Oste gebildet:
| Hemmoor | Großenwörden (Landkreis Stade) |
Engelschoff (Landkreis Stade) |
| Lamstedt | Himmelpforten (Landkreis Stade) | |
| Kranenburg (Landkreis Stade) |
Burweg (Landkreis Stade) |
Hechthausen, beziehungsweise die hier damals begüterte Adelsfamilie de Hekethusen, wurde im Jahre 1233 als „Hekethusen“ zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Zweifelsohne ist der Ort doch erheblich älter, obwohl keine Aufzeichnungen darüber zu finden sind.
Die heutige Gemeinde umfasst nicht nur den gleichnamigen Ort, sondern auch die ehemals selbständigen Dörfer Bornberg (erstmals erwähnt um 1680), Klint (1342), Kleinwörden (1346), Laumühlen (um 1560), Wisch (1420). In dieser Aufzählung fehlt ein Dorfname, der leider völlig verschwunden ist, obwohl er in vielen mittelalterlichen Dokumenten zu finden ist: „Borchholte“. Dieses Dorf mag etwa die heutigen Ortsteile Klint und Laumühlen umfasst haben. Dieser Ort im Kirchspiel Hechthausen, nach dem sich die Adelsfamilie de Borchholte nannte, wird bereits im Jahre 1059 als „Burcholt“ in einer Urkunde des Erzbischofs Adalbert von Bremen erwähnt.
Im Hochmittelalter zogen die de Hekethusen in die Nähe der Stadt Belgard. Dort gründeten sie das Vorwerk Hechthausen (polnisch Ocwieka), welches noch heute ein Teil der Ortschaft Zarnefanz, einem Dorf im Powiat Białogardzki der Woiwodschaft Westpommern in Polen ist.
Im hiesigen Hechthausen trat wohl zunächst die Familie von Brobergen die Besitznachfolge der de Hekethusen, später jedoch (ca. 1400) die aus Horneburg stammende Familie Marschalck von Bachtenbrock an. Dieser hier heute noch ansässigen Familie gelang es schnell, sich ein kleines geschlossenes Herrschaftsgebiet, das Patrimonialgericht Hechthausen, einzurichten. Dazu gehörte auch die jenseits der Oste (größter Nebenfluss der Elbe) gelegene Ortschaft Kranenburg. Als Patrone der Marien-Kirche zu Hechthausen übten sie zugleich auch die Aufsicht über die hiesigen Geistlichen aus. Sie waren auch an der Berufung des ersten lutherischen Geistlichen Andreas Gusters (ca. 1550) maßgeblich beteiligt. Obwohl die Machtbefugnisse der Familie Marschalck von Bachtenbrock durch die Landesherren immer weiter eingeschränkt wurden, blieb die Oberhoheit über das Gericht Hechthausen bis zu dessen Aufhebung im Jahre 1850 nominell bestehen. Die Ortschaften des Gerichts wurden danach zunächst dem Amt Himmelpforten, dann 1859 – mit Ausnahme von Kranenburg – dem Amt Osten zugeschlagen. 1845/48 wurde die Galerieholländer-Windmühle Caroline gebaut, heute ein Wahrzeichen des Ortes.
1866 wurde das Königreich Hannover von Preußen annektiert und damit zu einer preußischen Provinz. Im Zuge der preußischen Kreisreform entstand 1885 aus dem Amt Osten – u. a. mit den Orten Bornberg, Hechthausen, Kleinwörden, Klint, Laumühlen und Wisch – und dem Amt Neuhaus der Kreis Neuhaus (Oste). 1932 wurde dieser Kreis mit dem damaligen Kreis Hadeln zum Landkreis Land Hadeln mit Kreissitz in Otterndorf vereinigt.
Nach dem Zusammenbruch des Deutschen Reiches übergaben die Reste der deutschen Wehrmacht (Korps Ems) Hechthausen am 5. Mai 1945 den Truppen der britischen Garde-Panzerdivision (siehe Gedenkstein am Ortseingang).
Am 1. Juli 1972 wurden die Gemeinden Bornberg, Kleinwörden, Klint, Laumühlen und Wisch eingegliedert. Diese Gemeinden gehörten zusammen mit Hechthausen seit 1962 zur Samtgemeinde an der Oste. Die neue Gemeinde Hechthausen gehört seit 1972 zur Samtgemeinde Hemmoor.
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¹ 89 Feuerstellen
² in 95 Häusern (mit den zwei Gütern Hutloh und Ovelgönne)
³ jeweils zum 31. Dezember
Der Rat der Gemeinde Hechthausen besteht aus 15 Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für die Mitgliedsgemeinde einer Samtgemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 3.001 und 5.000 Einwohnern. Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2021 und endet am 31. Oktober 2026.
Stimmberechtigt im Rat ist außerdem der Bürgermeister.
Die letzte Kommunalwahl 2021 ergab das folgende Ergebnis:
| Partei | Anteilige Stimmen | Anzahl Sitze |
|---|---|---|
| SPD | 59,34 % | 9 |
| CDU | 21,55 % | 3 |
| Wir für Euch | 9,99 % | 2 |
| Grüne | 5,16 % | 1 |
Die Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl 2021 lag bei 63,51 %
Der Gemeinderat wählte das Gemeinderatsmitglied Erwin Jark (SPD) zum ehrenamtlichen Bürgermeister für die aktuelle Wahlperiode. Seine Stellvertreter sind Angela Czesinski (SPD) und Hans-Georg Grell (SPD).
Der Entwurf des Kommunalwappens von Hechthausen stammt von dem Heraldiker und Wappenmaler Albert de Badrihaye, der zahlreiche Wappen im Landkreis Cuxhaven erschaffen hat.
| Blasonierung: „Geteilt; oben: in Blau ein schräggestellter silberner Hecht, geflügelt und mit goldener Krone; unten: in Silber drei aufsteigende blaue Spitzen.“ | |
| Wappenbegründung: Der obere Teil ist dem Wappen des Ministerialengeschlechts von Hechthausen entlehnt, das hier seit dem 13. Jahrhundert ansässig war. Der untere Teil ist dem Wappen des Adelsgeschlechts Marschalck von Bachtenbrock nachgebildet. Dieses Geschlecht hatte bis 1850 hier das Patrimonialgericht inne, das das ganze Kirchspiel Hechthausen umfasste. |
| Hissflagge: „Die Flagge ist weiß-blau geteilt mit dem aufgelegten Wappen in der Mitte.“ |


Weitere Bauwerke ohne Denkmalschutz:
Hechthausen hat einen Bahnhof an der Niederelbebahn Hamburg–Cuxhaven (eröffnet am 11. November 1881). Nachdem zwischenzeitlich (Dezember 2007 bis Dezember 2018) der Personenverkehr durch die metronom Eisenbahngesellschaft mit damals neuem Wagenmaterial bedient wurde, ist seither wieder die Deutsche Bahn mit ihrem Tochterunternehmen, der Verkehrsgesellschaft Start Unterelbe, auf dieser Strecke mit demselben, überarbeiteten Fahrzeugmaterial unterwegs.
Die Eisenbahnstrecke kreuzt südöstlich von Hechthausen zwei andere Verkehrswege. Es handelt sich um die in Parallellage trassierte Bundesstraße 73 und die schiffbare Oste. Die ansonsten zweigleisige Strecke ist in diesem Bereich seit Ende des Zweiten Weltkrieges nach Sprengung der Ostebrücke nur noch eingleisig ausgebaut. Die heutige Eisenbahnbrücke Hechthausen wurde durch englische Pioniere erbaut. Sie ist damit eine der letzten noch in Betrieb befindlichen Behelfsbrücken der Deutschen Bahn.
Die Deutsche Fährstraße, die Niedersächsische Milchstraße, die Deutsche Krimi-Straße und die Niedersächsische Mühlenstraße führen durch Hechthausen oder befinden sich in unmittelbarer Nähe.