Hedwig Forstreuter

Hedwig Forstreuter (* 12. Februar 1890 in Oschersleben; † 15. November 1967 in Hamburg) war eine deutsche Journalistin und Schriftstellerin.

Familie

Hedwig Forstreuter wurde als Tochter des Kaufmanns Wilhelm Forstreuter und seiner Ehefrau Anna Forstreuter, geb. Helf, in ein bürgerliches Umfeld geboren. Väterlicherseits stammte sie von Salzburger Emigranten ab. Sie erhielt ihre Ausbildung zusammen mit der gleichaltrigen Ella von Klitzing auf dem Gut Neudorf der Familie von Klitzing, da die Mütter der beiden befreundet waren.

Journalistin und Schriftstellerin

Nach dem Schulabschluss erhielt Hedwig Forstreuter eine Ausbildung beim Magdeburger General-Anzeiger. Sie wurde Redakteurin und später Schriftleiterin des Feuilletons dieser Zeitung. Daneben bearbeitete sie die „Frauen-Beilage“ der zur gleichen Verlagsgruppe gehörigen Magdeburgischen Zeitung. In ihrer Freizeit verfasste sie Lyrik und Novellen. Bis 1945 besuchte sie häufig die Familie ihrer mittlerweile mit Friedrich von Arnim verehelichten Ziehschwester auf Schloss Bornsdorf. Dort verfasste sie zahlreiche ihrer Werke.

Die schmalen Lyrikbände wurden in geringen Auflagen veröffentlicht. Ein breiteres Publikum erreichte Hedwig Forstreuter durch die Publikation von Gedichten in zum Teil renommierten Zeitschriften (z. B. Die Bergstadt, Die Dame, Die Woche, Jugend, Der Türmer, Westermanns Monatshefte). Ihre Werke wurden von der Literaturkritik positiv aufgenommen.

Für die um 1940 entstandenen aber nicht gedruckten Bilderbücher „Bunte Waldgeschichten“ und „Bärchens Abenteuer“ des Magdeburger Malers und Graphikers Wilhelm Höpfner verfasste sie die Verse.

Nach Kriegsende musste sie ihre Tätigkeit als Schriftleiterin aufgeben und als Packerin bei der Zeitung arbeiten. Ihre schriftstellerischen Arbeiten konnte sie in dieser Zeit nur bei seltenen Lesungen vortragen. Anfang der 50er Jahre verließ Hedwig Forstreuter die DDR und zog nach Hamburg, wo die Töchter ihrer inzwischen verstorbenen Ziehschwester lebten und sie bis zur Etablierung unterstützten. Sie übernahm eine Aufgabe in der Verwaltung des Hamburger Abendblatts. Nur noch selten veröffentlichten Zeitschriften ihre kleineren Arbeiten.

Lyrikpreis

Hedwig Forstreuter erhielt im Jahr 1936 den Lyrikpreis der Zeitschrift „Die Dame“ des Deutschen Verlags, Berlin, dotiert mit 1000 RM, für ihr Gedicht „Liebende in der Landschaft“.

Werke (Auswahl)

Bücher

Gedichte

Artikel

Literatur

Einzelnachweise

  1. 1 2 Heike Steinhorst: Hedwig Forstreuter. In: Magdeburger biographisches Lexikon. 19. und 20. Jahrhundert. Biographisches Lexikon für die Landeshauptstadt Magdeburg und die Landkreise Börderkreis, Jerichower Land, Ohrekreis und Schönbeck. Scriptum-Verlag, Magdeburg 2002, ISBN 3-933046-49-1, S. 187.
  2. ↑ Montags-Zeitung. Jg. 43, Nr. 1905. Wien 13. November 1916, S. 2.
  3. ↑ Volksfreund. Jg. 30, Nr. 22. Hallein 31. Mai 1919, S. 4.
  4. ↑ Niederösterreichischer Grenzbote. Jg. 9, Nr. 31. Hainburg a. D. 1. August 1920, S. 4.
  5. ↑ Badener Zeitung. Jg. 41, Nr. 57. Baden bei Wien 17. Juli 1920, S. 2.
  6. ↑ Martin Wiehle: Hedwig Forstreuter. In: Börde-Persönlichkeiten. Biographisches Lexikon der Magdeburger Börde. Beiträge zur Kulturgeschichte der Magdeburger Börde und ihrer Randgebiete. Dr. Ziethen Verlag, Oschersleben 2001, ISBN 3-935358-20-2, S. 48–49.
  7. ↑ Die Neue Literatur. Band 37. Verlag Avenarius, Leipzig 1936, S. 741.
  8. ↑ Helga Strallhofer-Mitterbauer: NS-Literaturpreise für österreichische Autoren. Eine Dokumentation. Literatur in der Geschichte, Geschichte der Literatur. Band 27. Verlag Böhlau, Wien / Köln / Weimar 1994, ISBN 3-205-98204-5, S. 91.
Personendaten
NAME Forstreuter, Hedwig
KURZBESCHREIBUNG deutsche Journalistin und Schriftstellerin
GEBURTSDATUM 12. Februar 1890
GEBURTSORT Oschersleben
STERBEDATUM 15. November 1967
STERBEORT Hamburg