Heidi Ritter

Heidi Ritter (* 12. September 1945 in Quedlinburg) ist eine deutsche Philologin, Germanistin und Literaturhistorikerin.

Leben

Ritter studierte an der Martin-Luther-Universität in Halle (Saale) Germanistik und Romanistik. 1977 wurde sie an der Philosophischen Fakultät der Halleschen Universität mit der Dissertationsschrift Vom aufklärerischen zum klassischen Theater. Untersuchungen zum Traditionsverhältnis in den Dramen von Peter Hacks zur Dr. phil. promoviert. Im Rahmen ihres Dissertationsprojektes hatte sie persönlich Peter Hacks kontaktiert, der sich aber in einem Brief vor einer Vereinnahmung durch rezeptionstheoretisch geprägte germanistische Untersuchungen verwahrte.

Bereits ab 1970 war Ritter Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Germanistischen Institut der Universität Halle-Wittenberg und wurde später deren stellvertretende geschäftsführende Direktorin. Von 1980 bis 1983 war sie Lektorin für Deutsche Sprache und Literatur am Deutschen Lehrstuhl der Lajos-Kossuth-Universität in Debrecen in Ungarn sowie von 1983 bis 1984 Lektorin für Deutsche Sprache an der Deutschen Abteilung der Staatlichen Universität Jeriwan in Armenien in der damaligen Sowjetunion.

Ihre Forschungsschwerpunkte sind Drama und Theater im 18. Jahrhundert, die feministische Literaturwissenschaft und Frauenbilder in der deutschen Literatur um 1800 sowie die weibliche Autorschaft aber auch regionale Literaturgeschichte. Heidi Ritter ist Autorin, Herausgeberin und Rezensentin zahlreicher Fachveröffentlichungen. Einige Werke veröffentlichte sie zusammen mit der Philologin und Germanistin Eva Scherf. Ritter ist Geschäftsführerin der Goethe-Gesellschaft Halle (Saale) e.V.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Literatur

Einzelnachweise