

Erasmus, Elmo bzw. Ermo (* um 240 in Antiochia; † 303 in Formia), war Bischof und Märtyrer. Er wird in der römisch-katholischen Kirche als Heiliger verehrt. Sein Gedenktag im Generalkalender der katholischen Kirche ist der 2. Juni.
Authentische Zeugnisse über das Leben des heiligen Erasmus sind kaum vorhanden. Er stammte aus Antiochien, wo er als Bischof wirkte, doch musste er seine Diözese während der Christenverfolgung unter Diokletian verlassen. Der Überlieferung zufolge zog er sich auf einen Berg des Libanon zurück, wo er sieben Jahre lang auf wundersame Weise von einem Raben genährt wurde.
Auf die Erscheinung eines Engels hin kehrte Erasmus in sein Bistum zurück, wo er bald darauf gefangen genommen wurde. Er soll verschiedene Folterungen, wie das Ausdärmen, erlitten haben. Durch göttlichen Beistand jedoch soll er befreit worden und nach Italien gelangt sein, wo er als Seelsorger in der Gegend von Formia wirkte. Dort soll er nach sieben Jahren in hohem Alter gestorben sein.
Im 9. Jahrhundert wurden seine Reliquien nach Gaeta nördlich von Neapel überführt, wo er Schutzpatron der Kathedrale ist. Die kultische Verehrung des hl. Erasmus ist seit dem 6. Jahrhundert nachweisbar.
Bereits für das 10. Jahrhundert ist im Kloster Reichenau eine Erasmuskapelle belegt, die unter Abt Witigowo erweitert wurde und in der der Herzog von Schwaben Burchard III. begraben war.
Im Hochmittelalter sind für das Kloster unserer Lieben Frauen in Magdeburg Reliquien des Heiligen belegt. So weihte Erzbischof Gero von Magdeburg am 24. September 1021 in der Stiftskirche zu Quedlinburg einen Altar u. a. zu Ehren des Heiligen Erasmus. Die Magdeburger Reliquien erwarb später Kardinal Albrecht von Brandenburg für seine Reliquiensammlung. Ebenso das angebliche Haupt aus dem Kloster Oliva im Königreich Polen.
Seit etwa 1300 wird er zu den 14 Nothelfern gezählt.

Er wird als Schutzheiliger gegen Feuersgefahr angerufen, weil Feuer an Bord auf den Holzschiffen sehr gefürchtet war. Wenn die Seeleute ihre Segel wie bei einem Feuer glühen sahen – elektrische Ladungen, die sich bei schweren Gewittern an Schiffsmasten entladen –, glaubten sie sich durch den hl. Erasmus geschützt und sahen es als gutes Omen an, weshalb dieses Phänomen Elmsfeuer genannt wird.
Der hl. Erasmus ist auch der Patron der Seefahrer, der Drechsler, der Weber und der Seiler, der Helfer bei Krämpfen, Koliken, Unterleibsbeschwerden und bei Magenkrankheiten; er wird angerufen bei Geburten und bei Krankheiten der Haustiere.
Es gibt vielfältige Darstellungen des hl. Erasmus. Einige zeigen ihn mit den bischöflichen Insignien Stab und Mitra, andere stellen sein Martyrium dar oder zeigen ihn nur mit seinem Attribut, einer Winde, mit aufgewickeltem Darm.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Erasmus von Antiochia |
| ALTERNATIVNAMEN | Elmo, Ermo |
| KURZBESCHREIBUNG | Bischof und Märtyrer der katholischen Kirche |
| GEBURTSDATUM | um 240 |
| GEBURTSORT | Antiochia |
| STERBEDATUM | 303 |
| STERBEORT | Formia |