Hein van der Gaag (* 30. Juni 1937 in Caracas, Venezuela; † 10. April 2022 in Loosdrecht) war ein niederländischer Boogie-Woogie- und Jazzmusiker (Piano, Komposition).
Van der Gaag, der in Venezuela als Diplomatensohn geboren wurde und dort und in Mexiko aufwuchs, studierte, zurück in den Niederlanden, am Konservatorium in Den Haag Schlagwerk.
1955 gründete van der Gaag sein Hein van der Gaag Sextet mit Rein Bos (Trompete), Bob Rigter (Tenorsaxophon), George Hanepen (Gitarre), Ben Tessensohn (Bass) und Bob Reichhart bzw. Louis de Lussanet (Schlagzeug). Als Pianist trat van der Gaag mit Jazzgrößen wie Art Blakey, Toots Thielemans und Chet Baker auf. 1970 gastierte er mit seinem Quartett beim Festival Internacional de Varadero in Kuba. In den 1970er Jahren bildete er ein Boogie-Woogie-Duo mit Rob Hoeke, um dann im eigenen Quintett bzw. Trio zu arbeiten. 2001 nahm er ein Album mit seinen Klavierkollegen Jaap Dekker und Martijn Schok auf. Trotz seiner weithin anerkannten künstlerischen Qualitäten war der exzentrische Pianist weniger bekannt als einige seiner Kollegen.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Gaag, Hein van der |
| KURZBESCHREIBUNG | niederländischer Boogie-Woogie- und Jazzmusiker (Piano, Komposition) |
| GEBURTSDATUM | 30. Juni 1937 |
| GEBURTSORT | Caracas, Venezuela |
| STERBEDATUM | 10. April 2022 |
| STERBEORT | Loorsdrecht |