Heinrich Balthasar Otto (* 31. Mai 1869 in Büdesheim; † 10. Mai 1945 in Dresden) war ein deutscher Architekt und Baumeister. Vor seiner Selbstständigkeit arbeitete er für das Dresdner Architekturbüro Schilling & Graebner. Er gehörte zu den Architekten „zweiten Ranges“ wie Felix Reinhold Voretzsch, Otto Foerster, Rose & Röhle und die Gebrüder Fichtner, die sich dem Jugendstil „intensiver widmeten“.
Zu Beginn seiner Laufbahn war er noch ein „exzessiver Neo-Barock-Künstler“. 1899 machte er sich selbstständig und vertrat nun den Jugendstil in einer „ebenso pathetische[n] Haltung“ und schuf die bekannten Jugendstilvillen. So errichtete er zwischen 1899 und 1905 die Villen Karcherallee 43 (1899), Stübelallee 21 (1900), Comeniusstraße 16, Karcherallee 11 und Caspar-David-Friedrich-Straße 3 (1903/1904). Möglicherweise stammt auch die Villa Loschwitzer Straße 4 (1901) von ihm. Nach dem Abklingen des Jugendstils baute er im Stil des Neoklassizismus.
Die Entwürfe Ottos fanden die Beachtung der Architekturkritik und wurden früh als „Beispiele moderner Baugesinnung“ veröffentlicht.
Otto ist am 10. Mai 1945 erschossen auf dem Striesener Friedhof in der Gottleubaer Straße aufgefunden worden, wo er vermutlich seinem Leben selbst ein Ende gesetzt hatte.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Otto, Heino |
| ALTERNATIVNAMEN | Otto, Heinrich Balthasar |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Architekt |
| GEBURTSDATUM | 31. Mai 1869 |
| GEBURTSORT | Büdesheim |
| STERBEDATUM | 10. Mai 1945 |
| STERBEORT | Dresden |